[Rezension] Tinderella - von Rosy Edwards




Inhalt:
Rosy Edwards ist auf der Suche nach der grossen Liebe. Nachdem die Verkupplungsversuche ihrer Freunde nicht wirklich gefruchtet haben und diese gleichzeitig schon ans Heiraten und Kinderkriegen denken, muss etwas passieren. Sie entdeckt Tinder. Und von nun an erlebt sie die schrägsten, peinlichsten, witzigsten und aufregendsten Dates von ganz London. In vielen Episoden kann der Leser mitverfolgen, dass nicht alles Gold ist was Glänzt und dass man manchmal hinter einem schlichten Äusseren eine ganz besondere Kostbarkeit entdecken kann. Schlussendlich geht es aber auch darum, sich selber so anzunehmen wie man ist und glücklich zu sein ohne die Bestätigung eines Mannes.

Meine Meinung:
Ich finde Tinder etwas total Krankes und Blödes! Eindeutig! Wohin ist unsere Gesellschaft nur unterwegs wenn man diese JA/NEIN-App weiterverfolgt? Was sagt man seinen Kindern eines Tages? „Papa und ich wurden auf Tinder gematcht und dann haben wir geheiratet“? Ich wills mir gar nicht näher vorstellen und bin froh hab ich meinen Schatz ganz klassisch kennengelernt (naja so ungefähr – bei einem Fussballturnier ist jetzt nicht unbedingt die typisch kitschige Story). Doch diese Abneigung gegen diese Erscheinung hat mich nicht daran gehindert, das Buch echt zu mögen. Es ist sehr humorvoll geschrieben, manchmal etwas englisch, trocken, doch genau das macht auch die Ich-Protagonistin Rosy so sympathisch. Ich weiss nicht, wie viel die Autorin tatsächlich erlebt und wie viel erfunden hat, aber auf jeden Fall macht das Lesen hier echt Spass. Das Buch passt nicht in mein übliches Beuteschema, bereut habe ich es aber definitiv nicht. 

Meine Empfehlung:
Wer gerne humorvolle Literatur liest, ein bisschen Biografie, ein bisschen Chicklit und auch eine gehörige Portion Gesellschaftskritik, der ist hier richtig. Aus meinem Umfeld kenne ich niemanden, dem ich das Buch direkt weitergeben würde, aber es ist definitiv die Lektüre wert. Das Buch eignet sich auch super für den Urlaub, weil man die Seele dabei schön baumeln lassen kann.

Mein Highlight:
Das war es eigentlich, dass die ganze Zeit die App Tinder mit ihrem menschenverachtenden System kritisiert und aufs Korn genommen wurde, während die Autorin das Prinzip einem schonungslosen Test unterzieht. Das fand ich immer wieder zum Schmunzeln und auch das Ende hat dann echt gut gepasst.

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar:
Vielleicht lasse ich es noch eine Weile im Regal stehen, weil ich jetzt nach meinem Umzug total viel Platz habe. Vielleicht entdeckt es jemand, der mich besucht, ansonsten wird das Buch eingetauscht gegen das nächste Lesefutter.

Das Cover:
Süss, toll, aber nicht ganz meins. Zum Thema passt das Cover gut, die Figuren sehen toll aus, aber insgesamt hat mich das Bild nur mässig angesprochen. Ich wollte mal wieder ein wenig Abwechslung in meine Lektüre bringen und habe mich deswegen für dieses Buch entschieden, was ich im Laden vielleicht eher nicht in die Hand genommen hätte. 

Die Autorin:
Die Autorin, Rosy Edwards hat Tinder tatsächlich getestet. Wieviel in Tinderella tatsächlich auf ihren wahren Erfahrungen basiert, das verrät sie aber nicht. Sie lebt tatsächlich in London, das sie auch immer wieder erwähnt in ihrem Buch.

[Rezension] Eine Schildkröte macht noch keine Liebe - von Emma Wagner




Inhalt:
Lilly und Vince treffen unter sonderbaren Umständen an einem Freitagabend aufeinander. Sie braucht eine Mitfahr- und Schlafgelegenheit und er – hat zwar selber kein Geld, dafür ein ausgeprägtes Helfersyndrom – und so verbringen sie ein Wochenende miteinander. Zwei vollkommen Fremde, die sich doch immer vertrauter werden. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt dabei ein Schuhkarton – mit einer Schildkröte darin.

Meine Meinung:
Ich lese fast keine eBooks, einfach weil es mir zu mühsam ist nach meiner täglichen PC-Arbeit noch mehr Zeit in einen Bildschirm zu starren. Doch hier hat mich zuerst einfach das Cover in seinen Bann gezogen, bevor mir die Leseprobe bei vorablesen gezeigt hat, dass ich hier eine Ausnahme machen muss. Die Geschichte ist relativ einfach geschrieben aber von Anfang an entsteht eine tolle Stimmung und man möchte gerne hinter die Geheimnisse der einzelnen Personen und die verzwickten, zwischenmenschlichen Beziehungen blicken. Ich habe Lilly und Vince von der ersten Seite an gerne zugesehen bei ihrem Leben, wirklich sympathisch waren sie mir allerdings nicht und ihr Handeln war mehr als einmal unverständlich für mich. Die Spannung in der Geschichte ist von Beginn weg sehr hoch, doch sie steigert sich sehr gekonnt noch mehr und Nebensätze erhalten beim Lesen plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Der Schreibstil ist fesselnd, sodass ich immer weiter lesen wollte und so öfters mit dem Handy in der Hand anzutreffen war als sonst. Übrigens warten während dem Lesen noch einige Überraschungen und Wendungen, auf die ich nicht näher eingehen möchte, da ich euch natürlich die Spannung nicht kaputtmachen möchte. 

Das Cover:
Fantastisch! Dieses Buch würde ich mir sofort ins Regal stellen und im Laden danach greifen. Das Buchcover hat wunderschöne Farben und ist toll mit den richtigen Fonts kombiniert. Hier wurde Nichts falsch gemacht.

Mein Highlight:
Hm. Der Schuhkarton. Herauszufinden, was sich darin befindet hat meiner Meinung nach zwar nicht lange genug gedauert, doch es hat mich irgendwie richtig an das Buch gefesselt, bis ich das Geheimnis endlich aufgedeckt hatte. Dieser Nebenplot hat mich mehr interessiert als der Rest der Geschichte, einfach weil er so geschickt eingefädelt war.

Meine Empfehlung:
Es ist wirklich schwer zu sagen, wem ein solches Buch gefallen würde, einfach weil man es nicht einem typischen Genre zuordnen kann. Das Buch hat seine leichten und schweren Seiten, es braucht ein wenig mehr Konzentration als ein Frauenroman, ein richtiges Jugendbuch ist es allerdings auch nicht. Wer sich darauf einlässt, wird mit einer tollen Geschichte belohnt.

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar:
Dieses Buch bleibt – leider nur auf meinem Handy. Ich würde es sehr gerne in mein Regal stellen und kann mir vorstellen, es als Printexemplar noch einmal zu lesen.

Die Autorin:
Emma Wagner landete des Studiums wegen in Heidelberg und blieb gleich dort, wo sie inzwischen geheiratet und eine Familie mit drei Kindern gegründet hat. Der Spagat zwischen Muttersein und Autorin ist nicht immer einfach, sodass viele ihrer Romane mitten in der Nacht entstehen. Meist enthalten ihre Texte eine gehörige Portion Humor, doch auch tiefgründige Passagen sind ein Muss für sie. 

[Rezension] Wildrosensommer - von Gabriella Engelmann


Inhalt:
Aurelia ist alleinerziehende Mutter von zwei Mädchen und Floristin auf einem Tagesmarkt. Als sie im Urlaub auf ein verlassenes Hausboot trifft, ändert sich ihr Leben Knall auf Fall. Wie kann sie ihren Kindern beibringen, von heute auf morgen ihr altes Leben hinter sich zu lassen? Und welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem alten Hausboot Luna? Aurelia merkt, dass es Zeit ist, einen Neuanfang zu wagen. Sie lässt München hinter sich und zieht richtung Hamburg.

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch total gerne begonnen, weil es von einer Autorin geschrieben wurde, von der ich weiss dass sie einfach toll schreibt. Dann bin ich umgezogen und habe eine Grippe gekriegt, sodass das Buch lange einfach nur liegenblieb und ich nie richtig über die ersten Seiten herausgekommen bin. Das fand ich schade denn insgeheim habe ich davon geträumt, in meinem neuen Garten zu sitzen, mir die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen und dieses Buch zu lesen. Nun also, Startschwierigkeiten hinter mir gelassen liest es sich im neuen Bett und der neuen Badewanne (freistehend!) auch ganz toll. Ein Hausboot steht im Zentrum der Ermittlungen - äh Handlung. Was für eine coole Idee. Die Protagonistin ist eine gestresste und alleinerziehende Mutter. Diese Rolle hat es mir nicht leicht gemacht, mich hineinzuversetzen, doch schlussendlich fand ich sie einfach sympathisch, drum war es nicht tragisch. Die Kinder sind auf den ersten Blick schrecklich doch mit jeder Seite versteht man sie besser. Mein absoluter Liebling war allerdings Coco. Ihr werdet schon sehn warum. Ich habe das Buch zwischendurch noch einmal unterbrochen, da es doch eher eine tiefgründigere Lektüre ist und ich Lust auf was Leichtes hatte, doch dann habe ich es in einem Rutsch zu Ende gebracht und es definitiv gemocht.

Mein Highlight:
Leben auf einem Hausboot! Ich fände es nur schon schön wenn ich mal eine Ferienwoche auf einem solchen Boot verbringen dürfte. Umso cooler natürlich, darauf zu leben. Diese Idee hat mir total gut gefallen und sogar ein bisschen neidisch auf die Protagonistin gemacht.

Meine Empfehlung:
Das Buch ist wie eine Reise nach Hamburg. Wer diese Stadt mag oder schon immer mal bereisen wollte, hat hier eine ganze Menge Flair des Nordens zwischen den Buchdeckeln. Wer gerne Frauenromane mit viel Gefühl und auch ein bisschen mehr Tiefgang liest, ist hier richtig.

Das Cover:
Wie immer bei Gabriella Engelmanns Büchern hat das Cover Platz gefunden auf einem speziellen Karton mit einer interessanten Maserung. Definitiv ein Buch, das man auch gerne befühlt und sogar im Dunkeln erkennt. Die Gestaltung ist schlicht, aber schön in ihrer Einfachheit und man erkennt sofort, von welcher Autorin das Buch stammt. 

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar:
Ich behalte es. So einfach ist das. Ein schönes Buch, das einen Platz in meinem Regal mehr als verdient hat.

Die Autorin:
Gabriella Engelmann ist nicht mehr neu auf meinem Blog und ich folge ihr inzwischen auch auf Instagram, wo sie immer mal wieder Bilder von den Schauplätzen ihrer Bücher postet. Sie ist auf jeden Fall dafür verantwortlich, dass ich Lust bekommen habe, mal den Norden Deutschlands zu erkunden. Danke dir Gabriella!

[Rezension] Die Sturmschwester - von Lucinda Riley



Inhalt:
Ally ist die zweite von sechs adoptierten Frauen, die ihren Vater verloren haben. Nun macht sie sich auf die Suche nach ihrer Herkunft und reist dazu nach Norwegen. Viel ist ihr nicht geblieben, das ihr Hinweis geben kann, wonach sie sucht, doch sie findet einen wertvollen Schatz auf ihrer Suche: Die Musik. Und plötzlich merkt sie, dass ihre Verbindung dazu tiefer ist, als sie geahnt hat. Sie erlebt eine spannende Reise, die emotional alles andere als einfach ist. 

Meine Meinung:
Das Buch knüpft beinahe nahtlos an Band eins an, fährt einfach aus der Perspektive einer weiteren Schwester fort. Der Anfang ist identisch mit dem von Band eins, ohne sich allzu schwerwiegend zu wiederholen, was ich wirklich gut fand, denn ein weiterer Blickwinkel auf die Situation zu sehen, macht den Auftakt zu Band zwei nur spannender, besonders da man nach dem offenen Ende von Band eins sehr gespannt ist, wie es mit den Schwestern weitergeht.
Wie schon im ersten Teil fehlen mitunter ein bisschen die Emotionen, bei Ally fast noch mehr, als es bei Maia der Fall war. Sie hat zwei Schicksalsschläge innert kürzester Zeit zu verarbeiten und trotzdem macht sie weiter und weiter, blickt positiv in die Zukunft und so weiter. Das ist fast ein wenig unglaubwürdig.
Cool fand ich, dass die Spekulationen um den Tod des Adoptivvaters noch grösser werden. Hin und wieder erhält man von der Autorin ein kleines Häppchen, das einen glauben lässt, dass man vielleicht gar nicht so falschliegt, wenn man am Tod und der Geschichte um den Tod ein wenig zweifelt.
Ebenfalls gut gefallen hat mir die Reise in den hohen Norden. Auch wenn ich wirklich mehr der Typ für warme Urlaube bin muss ich sagen, dass es doch noch einige Länder gibt, die ich gerne bereisen möchte und die nicht unbedingt für Strandurlaube geeignet sind. Norwegen kennenzulernen hat mich sehr gefreut, es ist ein Land, über das ich bisher nicht so viel wusste und nebenbei erfährt man immer mal wieder etwas darüber. Dieser Schauplatz kam mir näher als Brasilien im ersten Teil.
Insgesamt war das Buch nicht ganz so toll wie Band eins, auch wenn die Protagonistin mir näher kam und ich sie besser fand als Maia, die mir einen Tick zu wenig selbstbewusst und unsicher war. Ich werde auf jeden Fall auf Band drei warten, da ich unbedingt wissen muss, wie es weitergeht mit den sieben Schwestern. Oder sind es nur sechs?

Meine Empfehlung:
Wer historische Romane, gepaart mit einer spannenden Geschichte in der Gegenwart mag, der ist hier richtig. Lucinda Riley verknüpft verschiedene, exotische Schauplätze und verschiedene Zeitepochen gekonnt zu einem spannenden Plot. Wer ihre Bücher schon kennt, wird hier ebenfalls gerne zugreifen. Das Buch ist eine aufwändige Lektüre und nichts für zwischendurch.

Mein Highlight:
Das fällt mir diesmal wirklich schwer zu sagen. Das Buch wirkt noch komplexer wie Band eins und hat viele Details zu bieten. Ich würde aber sagen, dass ich viel über das Segeln, Allys Hobby erfahren habe und das Buch mir Lust gemacht hat, es selber mal auszuprobieren. 

Das Cover:
Hier muss ich sagen, dass die Reihe zwar bisher tolle Cover hat, aber Nummer zwei fast einen Tick zu düster ist. Beide verströmen jedoch nicht wirklich Heiterkeit und Wärme, was mich persönlich ein wenig davon abhält, die Cover perfekt zu finden. Sie passen aber gut zur Autorin, lassen den Stil ihrer Werke darin erkennen. Trotzdem verbreiten sie eher traurige Stimmung.

Was passiert mit meinem Exemplar:
Meine Mama ist der wohl grösste Fan von Lucinda Riley. Klar, dass sie das Buch unbedingt lesen muss, bevor es zu Band eins in meinem Büchergestell kommt. Solch dicke Schunken behalte ich eigentlich immer, wenn ich es nicht komplett ätzend fand. 

Die Autorin:
Lucinda Riley schreibt unter diesem Pseudonym historische Romane über Frauenschicksale. Sie stammt aus Irland. Heute lebt sie in Norfolk und schreibt nur noch Romane, nach ihrer Karriere als Film- und Theaterschauspielerin. Sie ist inzwischen schon so etwas wie eine Stammautorin auf meinem Blog, dies ist nun das fünfte oder sechste Buch von ihr, das ich vorstelle und ich kann einfach nicht genug bekommen von ihrem tollen Schreibstil. 

[Rezension] Touchdown für die Liebe - von Susan Mallery

Inhalt:
Dellina ist selbständige Partyplanerin und hat für eine Weile ein Zimmer in ihrer Wohnung an ihre Schwester vermietet, die dort Brautkleider gelagert hat. Als Sam nach einem One-Night-Stand die falsche Türe erwischt, flieht er Hals über Kopf. Kein guter Start für die beiden, die nun gemeinsam eine Veranstaltung auf die Beine stellen. Doch noch immer sprühen die Funken zwischen ihnen und so ist es gar nicht so einfach, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Wäre Sam nicht davon überzeugt, dass er beziehungsunfähig ist, könnte alles so schön sein.

Meine Meinung:
Ich durfte nun zum zweiten Mal mit einem tollen Buch von Susan Mallery nach Fool’s Gold zurückkehren. Längst wünsche ich mir, dass es die Stadt auch in Wirklichkeit geben würde und ich sie und ihre süssen Bewohner kennenlernen dürfte. Wer sich hier nicht wohlfühlen würde, muss echt verrückt sein.
Die Protagonistin, Dellina, hat einen wunderschönen Namen. Ich habe ihn zuvor nicht gekannt, aber jetzt kann ich mir vorstellen, meine Tochter so zu nennen, wenn ich dann mal eine habe. Sie ist mir allerdings ein bisschen fremd geblieben, irgendwie habe ich den Zugang zu ihr und ihren Handlungsmotiven nicht ganz finden können. Sam ist mir da schon näher gewesen und ich fand es toll dass auch seine grässliche Ex auf den Plan getreten ist. Das hat dem Buch definitiv mehr Würze verliehen, da die beiden Protagonisten nicht allzu viele Ecken und Kanten haben.
Der Nebenplot um Dellinas Schwester, die unbedingt einen Heiratsantrag will, war auch mal wieder urkomisch und ich habe mich gefreut, als sich hier alles zum Guten gewendet hat.
Ein zweiter Nebenplot rund um einen Skistar und seine Schwester und deren gewalttätiger Vater, habe ich leider ganz und gar nicht verstanden. Insgesamt sind es nur ca. 5-10 Seiten und man hat keine Ahnung, warum man diese Infos erhält. Ich hoffe, im nächsten Band mehr dazu zu erfahren.
Ich hatte einige kurzweilige Stunden beim Lesen dieses Buches und freue mich bereits auf den nächsten Teil dieser Reihe.

Meine Empfehlung:
Das Buch ist etwas für Leute, die eine kurzweilige, nicht allzu anspruchsvolle Lektüre suchen, vielleicht gerade jetzt im Sommer für an den Fluss, den See oder ans Meer. Man muss nicht allzu viel nachdenken, kann gut unterbrechen und wieder reinkommen und wird dennoch super unterhalten. Das Buch hat viel Herz und viel Humor.

Mein Highlight:
Da musste ich nicht lange überlegen: Wenn die gesamte Gemeinde ausrückt, um knapp sechzig Katzen zu retten, dann ist das einfach urkomisch. Zu gerne wäre ich bei dieser Aktion live dabei gewesen. Eine geniale Idee der Autorin, die aber nicht zu weit hergeholt ist.

Das Cover:
Das Cover ist im selben Stil wie der Vorgängerband und wie eigentlich fast alle Susan-Mallery-Bücher. Es ist jetzt nicht so spektakulär, ich bin nicht ein grosser Fan dieser comic-artigen Illustrationen, aber der Widererkennungswert ist definitiv da und ich würde auch im Buchhandel danach greifen. 

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar:
Natürlich bleibt es im Regal, bei all seinen Freundinnen und Freunden von der selben Autorin und aus dem selben Verlag.  Vielleicht stolpert meine Schwester oder meine Schwägerin noch darüber und freut sich ebenso wie ich.

Die Autorin:
Susan Mallery ist inzwischen Stammautorin auf meinem Blog und sie ist wirklich eine Autorin, die ich bewundere. Ich finde es cool, dass ihre Geschichten zwar alle sehr herzlich sind, sich aber dennoch voneinander unterscheiden und ich mag, dass ihre Reihen zusammen gelesen werden können und man alten Charakteren wieder begegnet, aber dass ihre Bücher trotzdem alles irgendwie Einzelbände sind. Dies ist schon meine fünfte Rezension von ihr auf dem Blog, aber auch schon mindestens mein zehntes Buch das ich von ihr lese.

[Rezension] Das Seehaus - von Kate Morton




Inhalt:
Sadie ist Polizistin mit Leib und Seele. Als sie sich zu fest auf einen Fall einlässt, wird sie beurlaubt. In Cornwall stösst sie auf einen Fall, der siebzig Jahre zurückliegt und demjenigen aus der Gegenwart gar nicht so unähnlich ist. Sie lenkt sich damit ab, doch während sie in die Vergangenheit einer angesehenen Familie von damals eintaucht, wird sie von ihrer eigenen unaufhaltsam eingeholt.
Um 1933 freut sich die junge Alice Edevane auf das Mittsommerfest auf dem Anwesen ihrer Familie. Sie ist frisch verliebt und es scheint, als gehöre die ganze Welt ihr. Doch in dieser Nacht geschieht etwas, das ihre ganze Familie dazu bewegt, ihr Anwesen in Cornwall fluchtartig zu verlassen und über siebzig Jahre lang nicht wiederzukehren. Alice trifft als alte Frau auf Sadie und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Meine Meinung:
Endlich habe ich mich nach meiner Handoperation wieder an einen dicken Schmöker herangewagt und es hat erstaunlich gut geklappt. Ich bin froh, kann ich jetzt auch wieder Hardcovers mit 700 Seiten verschlingen ohne Schmerzen zu haben.
Nun, und dieses Buch habe ich tatsächlich verschlungen. Obwohl es von Kate Morton schon einige Bücher gibt, habe ich sie bisher nicht gekannt – eine Wissenslücke, die ich jetzt dringend füllen muss.
Ausgewählt habe ich dieses Buch wegen seines Covers, doch regelrecht aufgefressen habe ich es wegen des unglaublich spannenden Schreibstils. Es gibt ein Verbrechen und dazu fast zehn verschiedene Theorien im Laufe der Geschichte. Jedes Mal ist man davon überzeugt, dass das die Lösung ist und alles erscheint so logisch, bis es irgendwie wiederlegt wird. Währenddessen spielen so viele Personen eine wesentliche Rolle und es gibt auch Nebenhandlungen, die unglaublich spannend sind, sodass die einzelnen Perspektivenwechsel nicht schlimm sind, weil die Spannung ständig sehr hoch bleibt.
Am Anfang kommt man sehr rasch und sehr gut in die Geschichte und während ich da der Meinung war, der Plot sei recht durchschaubar, wurde ich bald eines besseren belehrt.
Am besten gefallen hat mir Loeanneth, das Haus in Cornwall, das Schauplatz im Hier wie im Damals ist. Zu gerne hätte ich die Schlüssel dazu erhalten, um selber herumzustöbern und die verlassenen Zimmer zu erkunden.

Meine Empfehlung:
Dieses Buch geht erst an meine Mama, die wie ich davon begeistert sein wird. Danach ist es für alle Fans von historischen Romanen, die aber auch gerne Krimis und Thriller lesen. Dieses Buch vereint diese Genres geschickt. Wer sich für die Zeit rund um die beiden Weltkriege interessiert, wird hier eine spannende Zeitreise erleben können.

Mein Highlight:
Das ist nebst dem Cover eindeutig Loeanneth. Das Haus hat mich einfach in seinen Bann gezogen und die Beschreibungen der Autorin haben ein sehr lebendiges Bild für mich erschaffen.

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar:
Eindeutig: Das ist ein Buch zum behalten, dem sich wohl noch weitere Bücher der Autorin hinzugesellen. Aber erst wird es wohl meine Mama und vielleicht noch meine Schwiegermama beglücken. Einfach zu spannend!

Das Cover:
Wenn ich es mit den anderen Covern der Autorin vergleiche ist dies eindeutig das Schönste, denn es ist farbenfroh, romantisch und verspielt. Ich habe das Buch wegen des Covers ausgesucht und würde es jederzeit wieder tun. Einfach eine wunderschöne Gestaltung, bei der man gerne direkt ins Bild hinein springen möchte.

Die Autorin:
Kate Morton liebt vergangene Zeiten und Cornwall. Beide Leidenschaften fliessen in ihre Bücher, die inzwischen rund um die Welt verschlungen werden. Erschienen sind von ihr bereits fünf Titel. Sie ist eigentlich Australierin und ist verheiratet mit einem Jazz-Musiker.