[Schreibtagebuch] Die Maisfelder – Teil 1

Hallo ihr Lieben

Einen Sinn muss es doch haben, dass ich Tag für Tag hunderte, wenn nicht tausende Worte zu Papier bringe. Bisher waren es allerhöchstens Familienmitglieder, die etwas davon zu Gesicht gekriegt haben. Doch nun habe ich euch und erschrecke euch mal mit diesem Nicht-Überarbeiteten Text aus dem Jahr 2010. Man bedenke meine Unerfahrenheit von vor vier Jahren. Allerdings gefällt mir der Text gar nicht allzu schlecht. Wenn es euch interessiert, zeige ich euch gerne, was eine Überarbeitung aus diesem Text gemacht hat. Oder eine weitere Szene aus dieser Story, die leider bis heute unvollendet geblieben ist. Was mir beim Durchlesen nach vier Jahren auffällt ist, dass die Charaktere (die Zwillinge) sehr, sehr jung wirken. Sie wirken nicht wie im heiratsfähigen Alter, sondern ungeduldig und trotzig. Was denkt ihr? Fällt es euch auch auf? Ich hoffe, dieser Text versüsst euch das Warten auf meinen Debütroman. Falls dann jemand darauf wartet =)

Die Frage, ob wohl allen feinen Damen in dieser Welt bloss die langweiligen Arbeiten zukamen, beschäftigte Abigail sehr oft. Sobald sie mit Nähen begann nämlich. Dann flogen ihre Gedanken hinaus in die Welt, verliessen den einengenden Raum, in dem das Mädchen der eintönigen Beschäftigung nachging. Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Zwillingsschwester Aurelia sass Abigail fast jeden Nachmittag in dem grossen Wohnzimmer auf der Mullberry Farm und kämpfte mit einer Handarbeit. Manchmal las Mrs George dann auch aus einem Buch vor, an dem ihr Töchter aber selten interessiert waren. Waren Nachbarinnen zu Besuch, nähten, stickten oder strickten diese ebenfalls mit. Abigail George war genervt ab diesen Stunden. Sie war nicht dazu geschaffen, stundenlang herumzusitzen und ihrer Meinung nach waren dies unnötige Arbeiten, die bei Bedarf auch genauso gut von Bediensteten ausgeführt werden konnten. Ausreiten war, was sie wollte. „Psst, Abby“, machte Aurelia bloss, als Abigail den Vorschlag ihrer um Minuten älteren Schwester machen wollte. Diese war zu diesem Thema ohnehin nicht einer Meinung mit Abigail. Aurelia mochte die beschauliche Handarbeit lieber als die Freiheit des Reitens.

„Aurelia und ich werden jetzt ausreiten“, verkündete Abigail Minuten später, ohne Rücksicht auf den Willen ihrer Zwillingsschwester. Der Widerspruch ihrer Mutter liess nicht auf sich warten. „Auf keinen Fall reitet ihr heute noch aus. Was fällt dir denn ein Abigail? Wir erwarten Gäste zum Abendessen und ich will nicht dass du und deine Schwester nach Stall riechen.“, vereitelt war Abbys Plan und die Mutter setzte, wohlwissend, dass sie die Oberhand behalten würde, noch einen drauf. „Wichtige Gäste für euch, wenn ihr versteht. Ihr seid schliesslich im heiratsfähigen Alter. Eure potentiellen Ehemänner sollen doch nicht glauben ihr seid vollkommen unzivilisiert und verwildert, oder?“ Der schnippische Ton hatte jeglichen Protest unterbunden und mit einem letzten, bösen Blick verliess Mrs. George das Zimmer. Abigail tat es richtig leid, dass Aurelia unschuldig zum Opfer ihrer strengen Mutter geworden war. Mit einem zerknirschten Blick bat sie ihre Schwester stumm um Vergebung. Diese lächelte besänftigend und drückte Abigails Arm. Obwohl die zwei verschieden waren wie Flut und Ebbe, verstanden sie sich meist blendend. „Ich habe Parcival schon zwei Tage nicht mehr bewegt“, ereiferte sich das Mädchen bereits weiter mit leicht geröteten Wangen, die ihre Erregung zeigten. „Aber Abby, für etwas haben wir doch die Stallburschen eingestellt“, lachte Aurelia über ihre aufgewühlte Schwester. „Auf keinen Fall dafür, dass mein Pferd sie mehr sieht als mich, während ich hier drinnen ersticke und versauere“, frustriert warf Abigail die Häkelarbeit auf den Nähtisch. Sie erhob sich und streckte und reckte ihre kleinen, zierlichen Glieder, um anschliessend ungeniert mit weit geöffnetem Mund zu gähnen. Aurelia drohte ihr lachend mit dem Finger. „Wie kommt es bloss, dass du so furchtbar ungezogen bist?“, fragte sie, doch der gespielte Ernst versteckte schlecht das warme Lächeln. Doch für eine Antwort von Abigails Seite blieb keine Zeit. Aus der Diele erklang ein spitzer Schrei, der die beiden jungen Mädchen erschrocken aufhorchen liess.

Beide Mädchen rannten so schnell sie konnten und zudem ziemlich undamenhaft auf dem Wohnzimmer. In der Diele fanden sie ihre Mutter, die sich schwer atmend am dem Treppengeländer festklammerte. Abigail und Aurelia legten ihre Hände auf den knochigen Rücken von Mrs. George. "Was ist passiert, Mutter?", erkundigte sich die ältere Aurelia besorgt. Doch die Angesprochene keuchte nur und dieser Umstand veranlasste die Zwillingsschwestern, einen weiteren besorgten Blick zu wechseln. Abigail rannte hinaus in den Hof, um ihren Vater zu suchen, der um diese Zeit von den Feldern zurückkehren sollte, während Aurelia die Mutter sanft die enge Treppe hinauf in ihr Zimmer begleitete. Die Jüngere durchsuchte den Stall, bevor sie den Gesuchten in der Scheune fand.

Jeremy George wurde rabiat von seiner zarten Tochter über den Hofplatz gezerrt, auch für die dort angebundenen Pferde hatte die junge Frau keinen Blick. „Mutter ist sehr krank. Es geht ihr auf jeden Fall nicht gut“, keuchte Abigail aufgeregt. Von der Eile fiel ihr das Atmen schwer. Dass sich seine Jüngste Sorgen um ihre Mutter machte, beunruhigte Mr. George. Das Verhältnis zwischen den zwei war nicht das Beste, von all seinen Kindern lehnte sich Abigail am meisten gegen die Eltern, insbesondere die Mutter auf. Dazu kam, dass das Mädchen zu unbekümmert war um sich schnell aufzuregen. Aus diesen Gründen eilte auch der Farmer hinter seiner Tochter hastig die Treppe empor. Unterwegs wies er Percy, den alten Knecht an, nach einem Arzt zu schicken.
Kurze Zeit später stand Jeremy zwischen seinen Töchtern am Bett seiner bleichen Frau und hielt deren Hand. Sein Ältester, Alec war ebenfalls nach Monroe geritten, um gemeinsam mit Percy auf dem schnellsten Weg einen Arzt auf die Mullberry Farm zu schaffen.

Als ihre Mutter bereits wieder die ersten Befehle erteilte, wusste Abigail, dass es ihr besser ging, doch sie fand den Mut nicht, ihren Vater nach der Erlaubnis zum Ausreiten zu fragen. Dieser schickte seine Töchter auch in die Eingangshalle, so dass das Mädchen nicht mehr die Gelegenheit zum Fragen hatte. Unten sollten die beiden auf Alec und den Arzt warten.
Hufegetrappel im Hof kündigte alsbald das Kommen der Erwarteten an und Aurelia öffnete weit die Tür. Obwohl sich die Familie George längst einen Butler hätte leisten können, empfingen sie ihre Gäste selber. In vielen Diskussionen hatte Jeremy seiner verwöhnten Frau, die an einen luxuriösen Lebensstil gewöhnt war, erklären können, dass so was nicht auf eine Farm passe und wenn diese noch hundertmal die Vornehmste im ganzen County war. An Köchin, Zimmermädchen und früher an Kinderfrauen hatte sich der gutmütige Farmer, der aus einfacheren Verhältnissen stammte als seine Frau, zwangsläufig gewöhnt.
„Wieso drei?“, Abigail zählte erstaunt die Ankommenden. Mister Willis, der neben ihrem stattlichen Bruder Alexander herschlurfte, war den Mädchen aus ihren Kinderjahren bestens bekannt. Es hiess, dass der Alte mindestens ebenso viele Tiere wie Menschen geheilt habe. Er war ein komischer Kauz, aber überaus gutmütig. Er gehörte zu den wenigen Menschen in der Umgebung, der noch nie von dem aufbrausenden Wesen der Mrs. George beeindruckt gewesen war. Der dritte Ankommende, ein junger Mann, der auf Abigail schlicht, aber sympathisch wirkte, betrat das Haus als Letzter. „Mister Dawson ist mein neuer Assistent“, erklärte der alte Arzt und der Vorgestellte versank in einen Knicks, um die jungen Damen sogleich mit einem Handkuss zu begrüssen. Als der alte Mr. Willis seinem Assistenten ins Ohr raunte, dass er besser unten warten solle, da die Patientin etwas schwierig sei, konnte Abigail sich nicht mehr halten und lachte hell auf. Auch unter den missbilligenden Blicken ihrer Geschwister konnte sie sich nicht beherrschen. Alec begelitete kopfschüttelnd den Arzt ins obere Stockwerk. Sobald Aurelia und sie mit dem jungen Assistenten alleine waren, schlug Abigail einen neugierigen Plauderton an. „Woher kommen Sie, Mr. Dawson?“

Mit einem Zischen griff Aurelia nach dem Arm ihrer Zwillingsschwester. "Bist du verrückt? Man spricht doch nicht mit fremden Männern!", raunte sie erbost. "Aber jetzt ist er nunmal da", erwiderte Abigail fröhlich und wandte sich wieder dem Assistenzarzt zu. Dieser schmunzelte amüsiert, versuchte dies aber zu verbergen. "Ich stamme aus Kanada Miss George. Aber ich lebe in Monroe mit meiner Familie.", beantwortete er ohne zu Zögern ihre Frage und lächelte Auerlia beruhigend zu. "Machen Sie sich keine Sorgen Miss George", besänftigte er und Abigails Schwester errötete. Der junge Mann schien aber ebenfalls verwirrt, vorallem ab der unverkennbaren Ähnlichkeit der beiden jungen Schönheiten. "Verraten Sie mir Ihren Vornamen?", Abigail wusste selber, dass sie zu weit ging, doch der junge, sympathische Mann hatte eine schöne Stimme und sie hätte es schade gefunden, schweigend auf Mr. Willis zu warten. "Nun, das könnte ich mir überlegen, wenn Sie mir den ihren nennen Miss Willis. Sie beide am Besten", neckte Mr Dawson. Die Ältere war inzwischen vollkommen errötet, doch Abigail blickte den Mann etwas hochmütig und sehr gelassen an, das Kinn etwas nach vorne geschoben. "Aurelia", flüsterte ihre Zwillingsschwester kaum hörbar, worauf ihr erneut die Hand von dem Assistenzarzt geküsst wurde.

Als sich der junge Mann aber Abigail zuwandte, zog er die Augenbrauen etwas höher. Es war deutlich, dass ihn die freche und selbstbewusste Art neben ihrer wohlerzogenen Schwester erstaunte. Seiner Kleidung und Sprache nach, stammte er nicht aus der selben Gesellschaftsschicht wie Abigail und ihrer Familie, darum schien er auch nicht zu wissen, dass es unschicklich war, wie das Mädchen ihn so keck in ein Gespräch verwickelte. Deren Blick behielt einen Rest Herablassung bei, als sie ihren Namen nannte. Dieser gefiel Mr. Dawson offensichtlich und es schien, als wolle er ihn auf der Zunge zergehen lassen, „Abigail“, und schnell fügte er an „erfreut“, und küsste auch der Jüngeren die Hand. „Jeffrey Dawson“, stellte er sich danach gemäss Abmachung mit Vornamen vor. Abigail wusste nicht, was den Wunsch auslöste, doch sie wiederholte ebenfalls den Namen des jungen Arztes. Um diese Sanftheit vergessen zu machen, nickte sie ihm knapp zu und meine bloss: „Schön“.

In diesem Augenblick wurde Aurelia von ihrem Vater aus dem oberen Stockwerk um eine Schüssel Wasser gebeten. Mit einem letzten warnenden Blick auf ihre vorlaute Zwillingsschwester verschwand sie. Abigail verstand Aurelias Blick sehr wohl, doch sie steckte gerade in einem eigenen Konflikt. Sie hatte nämlich in Wirklichkeit keine Ahnung, wie man mit jungen Männern, die nicht ihr Bruder Alec waren, kommunizierte. Musste sie Jeffrey nun Du oder Sie sagen? Mr. Dawson oder Jeffrey? „Sind Sie schon lange Arzt?“, fragte sie schliesslich und ärgerte sich über sich selber, dass sie auf einmal so schüchtern geworden war. „Nein, Miss George“, kam die Antwort und das Mädchen spürte, dass auch ihr Gegenüber von Unsicherheit befallen worden war. Diese Tatsache machte sie selber wieder viel sicherer und ungerührter als zuvor lauschte sie der restlichen Antwort des jungen Arztes, der von seinem Studium erzählte. „Und nun wollen Sie die Praxis von Mister Willis übernehmen?“, erkundigte Abigail sich neugierig. Jeffrey zuckte mit den Schultern. „Ich werde zuerst in den Krieg ziehen. Danach sehe ich weiter, falls ich zurückkehre.“, erklärte er. Abigails Augen waren immer grösser geworden, während Jeffrey geredet hatte.

„Sie sind so mutig Mister Dawson. Bedeutet Ihnen die Verteidigung Ihrer Ideale auch soviel?“, fragte sie eifrig. Abigail war in Gedanken so tief im Gespräch versunken, dass die Frage von Schicklichkeit längst vergessen war. Sie war aber trotzdem erstaunt, als der junge Arzt den Kopf schüttelte. „Ich verspüre kein Bedürfnis, für die Ideale, die nicht meine sind, anderen Männern, die dies vielleicht auch nicht wollen, Kugeln in den Kopf zu schiessen Miss George.“, kam Mr. Dawsons heftige Antwort. Sofort fühlte sich Abigail dadurch persönlich angegriffen. Ihr Stolz liess nicht zu, dass ein Fremder, dessen Herkunft zudem einiges niedriger schien als ihre eigene, in diesem Ton mit ihr sprach. „Mr. Dawson“, ihre Stimme klang kühl und troff vor Arroganz. „Sie müssen wissen, dass es in unseren Kreisen üblich ist, aus edleren Motiven in den Krieg zu ziehen als aus reiner Geldgier.“ Zwar hatte sie sofort richtig erkannt, dass es dem jungen Mann um das Geld ging, das er als Soldat verdiente, doch hatte sie damit anscheinend einen wunden Punkt Mr. Dawsons getroffen.

Dieser atmete zischend und hörbar ein, ein Muskel neben seiner Nase zuckte und er schwieg eine ganze Weile. Richtig unbehaglich begann sich Abigail zu fühlen, bis der Mann endlich antwortete. „Und in unseren Kreisen ist es üblich, Streits ohne Blutvergiessen zu beseitigen Miss George. Aber Sie sind bloss ein unverschämtes, arrogantes Ding, das keine Ahnung hat, was in der Welt ausserhalb seiner vornehmen Familie vor sich geht. Suchen Sie doch zuerst ein bisschen Reife und Weisheit zu erlangen, bevor Sie sich über Kreise unterhalten wollen, die Sie nicht einmal kennen! Sie merken nicht einmal, wie abstossend verwöhnt Sie sind, Miss.“, spuckte Jeffrey Dawson seine Entgegnung regelrecht aus. Mit einem knappen Knicks drehte er sich um, und verliess das Farmhaus. Als der Vater mit dem Arzt herunter kam, fand er nur noch seine Tochter Abigail vor, die nervös auf- und abging. Sie war zu stolz, um dem Mr. George oder auch Mr. Willis von der ihr widerfahrenen Beleidigung zu erzählen. Ihr hochroter Kopf sprach für sich, doch die beiden Männer waren in ein Gespräch vertieft. Zum Abschied tätschelte der alte Arzt dem Mädchen die Wange, „Seien Sie unbesorgt Miss George, ihre Mutter kommt bald wieder auf die Beine.“ Automatisch nickte Abigail. „Geh doch zu ihr, Abby“, meinte der Vater und sie stieg folgsam die Treppen hoch.

Eure Tintenhexe

[Linktipp] Exsila

Hallo meine Lieben

Wir Leser sind ständig auf der Suche nach neuem Lesefutter. Heutzutage passiert dies meistens online, das Internet hat es ziemlich vereinfacht. Und heute habe ich eine ganz besondere Seite für euch, die mir schon ziemlich oft aus einer Leseflaute geholfen hat.

Exsila ist eine Plattform, die Ricardo oder Ebay ähnelt. Man stellt seine gebrauchten Sachen, in diesem Fall besonders Medien wie Bücher, CDs, DVDs oder Games, ein und die Leute können diese kaufen.

Speziell ist, dass es keine Vor-Verkaufsgebühr gibt. Sprich, das Einstellen von Artikeln ist kostenlos. Erst wenn jemand diese erwirbt, entsteht ein kleiner, prozentualer Anteil des Verkaufspreises als Gebühr, die an Exsila zu zahlen ist.

Eine weitere Besonderheit ist die eigene Währung. Sie wird schlicht "Punkte" genannt. Man kann seine Artikel nur für Schweizer Franken oder nur für Punkte oder für zwei verschiedene Beträge beider Währungen einstellen. Dann kann der Käufer selbst entscheiden, wie er bezahlt. Sobald die Artikel beim Käufer angekommen sind, erhält man den Kaufbetrag. Kaufen kann man allerdings nur, wenn der Kontostand stimmt, also wird der Verkäufer auch abgesichert. Für beide ist es dadurch eine ziemlich sichere Sache.

Auf Exsila gibt es Artikel ab 1 Punkten oder 1 Franken. Hat man einen Artikel erworben, kann man diesen "pausieren", sprich wenn man ihn wieder loswerden will, muss man nicht einmal ein neues Angebot erstellen. Natürlich darf man die Artikel auch behalten.

Exsila ist eine gute Methode, gebrauchte Dinge loszuwerden, die anderen Menschen noch Freude bereiten.

Mir gefällt das Konzept sehr gut, da es mich echt nicht kümmert, ob meine DVD schon jemand anderes gesehen hat. Bisher habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Mir ist auch aufgefallen, dass sehr schnell sehr viel gekauft wird. In den ersten Tagen kam ich kaum nach mit Verschicken. In wenigen Tagen bin ich vieles losgeworden und habe freudig auch neue Artikel bestellt. Gerade ich, die ich sehr viele Bücher lese, freue mich über so etwas sehr, denn meine Regale werden einfach zu klein und ausserdem geht es auch ins Geld, ständig Bücher kaufen zu müssen!

Oben im Menü findet ihr den Link zu meinen Angeboten! Gerne schaue ich auch bei euch durch, wenn ihr euren Link posten möchtet! Viel Spass beim Surfen und einkaufen!

Eure Tintenhexe

[Interview] Carolin Grotjahn - eine talentierte Jungautorin stellt sich vor


Carolin Grotjahn ist eine Autorin, die erst 20 Jahre alt ist. Trotz ihres jungen Alters ist sie bereits ein „alter Hase“ im Schreibgeschäft, hat bereits ein Buch herausgebracht und Geschichten in Anthologien veröffentlicht. Ich konnte sie für ein Interview gewinnen, was mich sehr gefreut hat, besonders weil ich selbst noch sehr jung bin und schon lange schreibe.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Seitdem ich lesen kann, bin ich eine totale Leseratte. Irgendwann habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten, dass in den Büchern „die Falschen“ gestorben sind und wollte selbst eine Geschichte schreiben, um selbst bestimmen zu können, wer stirbt.

Andere, gleichaltrige Leute gehen zum Schwimmen, zum Sport oder in den Ausgang und du schreibst. Wie ist das für dich?
Schreiben ist mir sehr wichtig, aber trotzdem nehme ich mir Zeit für andere Hobbys. Deswegen bin ich nicht so viel anderes als gleichaltrige Leute.
Aber viele gucken im ersten Moment verwundert, wenn ich erzähle, dass ich mich oft abends an den Laptop setze und schreibe anstatt in eine Kneipe zu gehen oder in der Disco abzufeiern.

Mit wem besprichst du deine Projekte?
Ich brainstorme ab und zu mit Autorenkollegen, aber viel mache ich mit mir selbst aus.

Woher kommen die Ideen für deine kurzen und langen Geschichten?
Keine Ahnung J Sie kommen einfach ... zum Beispiel, wenn ich im Alltag darauf achte, was meine Mitmenschen machen oder wenn ich durch den Wald spaziere.

Wer liest deine fertigen Schreibprojekte zuerst?
Das ist unterschiedlich, mal meine Mutter, mal eine Freundin.

Du gibst auch noch Tipps für andere Autoren, auf einem Blog und zukünftig sogar in einem Ratgeber. Erzähle uns mehr davon. Wie bist du dazu gekommen?
Mir selbst haben in meinen Schreibanfängen ältere, erfahrenere Autoren geholfen und ich weiß, wie wichtig das ist, dass man als Anfänger ab und zu bei den Grundlagen des Schreibens an die Hand genommen wird.
Deswegen möchte ich anderen Autoren helfen und mein Wissen mit ihnen teilen. Mein Blog ist da ein hilfreicher Übermittler.

Wo schreibst du? Was brauchst du dazu?
Ich kann überall schreiben, sogar auf dem Gehweg vor dem Haus. Dazu brauche ich entweder meinen Laptop oder Zettel und Stift.

Wie gehst du mit negativer Kritik und Rezensionen um?
Ich sage mir immer wieder, dass ich Kritik nicht persönlich nehmen und auf meine Person beziehen darf, sondern dass sich die Kritik nur fachlich auf meine Geschichte bezieht. Das hilft mir, dass mich die Kritik nicht trifft, sondern nur hilft, meine Geschichte zu verbessern und etwas für zukünftige Geschichten zu lernen. Ohne Kritik und Rezensionen wüsste ich nicht, was den Lesern gefällt und was ich noch verbessern kann.

Was tust du gegen Schreibblockaden?

Da gibt es viele Dinge, die mir helfen. Die Geschichte für ein paar Tage zur Seite legen, mit Autorenkollegen über Schreibblockaden und meine Geschichte reden, Sport, Lesen oder Musik hören.

Schreibst du einfach darauf los oder plottest du deine Geschichten?
Ich habe beides schon ausprobiert und mache das bei jedem Manuskript anders. Beides hat Vor- und Nachteile. Beim Einfach-Losschreiben verzettelt man sich nicht ins Planen und fängt deshalb nie mit dem Schreiben ab, beim Plotten kann man sofort festlegen, wie man die Geschichte sinnvoll aufbaut.

Hattest du schon mal das Gefühl wegen deines jungen Alters nicht ernst genommen zu werden? Von Verlagen, Lesern oder Autorenkollegen? Wie gehst du damit um?
Das Problem hatte ich glücklicherweise noch nicht. Aber ich glaube, dass das häufig vorkommt, das habe ich von einigen Autorenkollegen gehört.

Heute ist es möglich, jedes Schreibprojekt im Selbstverlag zu veröffentlichen. Wie findest du diese Möglichkeit? Wo siehst du Vor- und Nachteile gegenüber Publikumsverlagen?
Ich finde Selfpublishing gut und werde das mit meinem nächsten Projekt ausprobieren. Dafür habe ich mit vielen Selfpublishern geredet und mir Tipps geholt.
Selfpublishing hat den Vorteil, dass ich selbst bestimmen kann, wer mein Cover macht oder wer sich ans Lektorat setzt, der Nachteil ist, dass ich alles selbst zahlen und hoffen muss, dass das Geld durch die Buchverkäufe wieder reinkommt. Bei einem Verlag darf man nicht so viel mitbestimmen, muss aber nicht für die Kosten aufkommen - es sei denn, man landet bei einem Druckkostenzuschussverlag, aber diese Verlage sollte man meiden.

Wo siehst du dich und deine Schreibprojekte in fünf Jahren?
Immer noch in meinem Zimmer und nicht in einem Palast, den ich mir von dem Erlös der Buchverkäufe geleistet habe.
Nein, ernsthaft, ich werde immer noch wie jetzt an meinen Geschichten schreiben und mich über jeden einzelnen Leser freuen.

Was für Genres liest du privat?
Ich bin der totale Fantasy-Freak, von dem Genre hab ich eine Menge zu Hause rumstehen. Was ich aber auch noch ganz gerne lese, sind Dystopien und seit neustem Thriller und Krimis.

Welcher Autor hat dich persönlich am meisten inspiriert?
Das sind Joanne K. Rowling und Cornelia Funke. Die „Harry Potter“-Reihe von J. K. Rowling war einer der Gründe, warum ich mit dem Schreiben angefangen habe und in Cornelia Funkes Büchern habe ich viel über gutes Schreiben gelernt. Außerdem hatte ich im Gästebuch der Cornelia-Funke-Homepage vor vielen Jahren den ersten Kontakt zu Autoren und habe dort mit anderen Fortsetzungsgeschichten geschrieben.

Was machst du beruflich? Welche Hobbies gibt es nebst dem Schreiben?
Ich bin gerade Studentin und mache einen Bachelor in Journalistik. Neben dem Schreiben gehe ich gerne spazieren, erkunde geheimnisvolle Orte wie zum Beispiel alte Burgen, lese ich viel und mache Zumba.

Welchen Tipp würdest du anderen angehenden Autoren unter zwanzig mit auf den Weg geben?
Schreibt, was euch gefällt, sucht euch Testleser, denen ihr vertrauen könnt, wenn eure Geschichte fertig ist und verliert eure Ziele nicht aus den Augen, auch, wenn jemand behauptet, dass ihr zu jung oder zu unerfahren seid.


Ich bewundere Carolin und freue mich sehr für sie, dass sie sich ihre Projekte verwirklichen kann. Unter http://carolingrotjahn.de/ könnt ihr noch mehr über sie erfahren, was sich definitiv lohnt! Viel Spass beim Schmökern!

Eure Tintenhexe

Liebster Blog Award


Hallo ihr Lieben

Ich wurde von der lieben curvy ginger nominiert zum "Liebster Blog Award". Natürlich habe ich mich sehr gefreut. Hier auch gleich meine Antworten zu ihren Fragen. Hier kommt ihr zu ihrem Beitrag.

1. Wann hast du das letzte Mal so richtig herzhaft gelacht?
Tragisch dass ich mich da gerade nicht erinnern kann, wo ich doch so gerne lache. Doch: vergangenen Freitag beim Brautkleid-Kaufen mit meiner Trauzeugin und meiner Mama!

2. Wie oft hörst du Radio?

Sehr selten. Da bekomm ich zwar nix Neues von der Musikwelt mit, aber das Gelaber ist es mir einfach nicht wert..

3. Auf welches Konzert würdest du gerne mal gehen?

Dasjenige von Bob Marley. So unwahrscheinlich das auch klingt. Ich war auf denen seiner Söhne und habe es geliebt. Seine Musik begleitet mich schon lange, darum diese Antwort.

4. Wenn du könntest, würdest du zum Mond reisen?

Ja. Da mein Vater Astronomie studiert hat, bin ich mit der Faszination für alles "dort oben" aufgewachsen und wollte sogar mal Astronautin werden!

5. Wie viele Sprachen sprichst du?

Schweizerdeutsch, Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch. Gibt 5 =)

6. Singst du manchmal im Auto oder unter der Dusche?

Eher im Auto. Dann sehr gerne laut und bei offenen Fenstern. Unter der Dusche bin ich eher schnell fertig oder diskutiere mit meinem Schatz unseren Tag und alles was ansteht.

7. Ich liebe To-do-Listen. Du auch? Wenn ja, was steht drauf?

Oh ja! Nie ohne meine Listen! Gerade muss ich viele Rechnungen schreiben =)

8. Orangensaft: lieber mit oder ohne Fruchtfleisch?

Brrr! Mit Fruchtfleisch kann man mich weit weg jagen! Da würgt es mich, obwohl ich sonst alles esse und trinke.

9. Wenn du wählen müsstest: würdest du lieber in der Zukunft oder in der Vergangenheit leben?

In der Vergangenheit. Ich bin Geschichts-Fan, besonders das Mittelalter reizt mich sehr.

10. Schokolade: lieber weiß, Vollmilch oder herb?

So dunkel wie nur möglich.

11. Was würdest du mich fragen / mir sagen, wenn wir uns morgen treffen würden?

Ich finde deinen Blog einfach toll. Er macht Frauen, die vielleicht nicht der "Norm" entsprechen, Mut, sich so wohl zu fühlen wie sie sind. Dafür hast du ein grosses Kompliment verdient. Und dann würde ich dir noch sagen, dass du genau richtig bist, wie du bist!!

Hier nun die Regeln:
- Verlinke die Person, die dich nominiert hat- Beantworte die 11 Fragen, die dir von dem, der dich nominiert hat, gestellt wurden
- Nominiere 11 weitere Blogger, die weniger als 200 Follower haben
- Stelle 11 eigene Fragen an deine Nominierten
- Informiere deine Nominierten über diesen Post

Ich möchte nicht irgendwelche Blogs nominieren, sondern lasse es allen frei, hier teilzunehmen. Einen Award verdient haben fast alle Blogs, denen ich täglich begegne. Drum hier meine 11 Fragen für jeden, der will:

1. Hat dich die Zeitumstellung cool gelassen oder ist dir dadurch etwas Lustiges passiert?
2. Was liegt auf deinem Nachttisch?
3. Was isst du jeden Tag als erstes?
4. Wintermütze oder lieber die perfekte Frisur und kalte Ohren?
5. Hast du Haustiere? Wenn ja welche?
6. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?
7. Welcher Person würdest du den Nobelpreis verleihen?
8. Wenn du einen Weltrekordversuch machen müsstest, was würdest du versuchen?
9. Welches Tier flösst dir am meisten Angst/Respekt ein?
10. Welche Sportart hast du zuletzt gemacht?
11. Was bringt dich zum lachen?

Ich freue mich über eure Links und Antworten!

Eure Tintenhexe

[Rezension] Hauptsache du lebst - von Daniela Wahl


Inhalt:
Daniela schreibt ihre Autobiografie. Die Geschichte eines Mädchens, das im Alter von 16 Jahren an Krebs erkrankt. Sie schildert die ersten Momente ebenso wie alles, was danach folgt. Die Therapien, die Beziehungen die entstehen, diejenigen die scheitern. Sie schreibt über ihre Familie und über den Umgang der einzelnen Personen mit diesem aussergewöhnlich schweren Schicksal. Sie lässt nichts aus, beschönigt nichts.


Meine Meinung:
Daniela hat mich mit diesem Buch ein wenig überrumpelt, ich dachte nicht, dass es eines von denen wäre, die einem richtig nahe gehen. Ich habe es schon vor einer Weile gelesen und damals auf meinem alten Blog vorgestellt. Dass es mir jetzt immer noch nahe geht, sagt ja schon genug. Danielas Sprache ist schlicht, sie sucht nicht nach Mitleid oder Aufmerksamkeit. Es liest sich wie ein Tagebuch, fast als ob Daniela es den Lesern persönlich erzählen würde. Es kommt auf Augenhöhe daher, weswegen ich es sehr gemocht habe. Man legt alle Scheu ab, denn Daniela lässt nichts aus und erzählt einfach alles. Das berührt und erleichtert gleichzeitig. Denn eigentlich sind wir uns nicht so unähnlich, bedies junge Frauen mit Wünschen und Träumen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und hatte das Buch in Null komma Nichts durch. Es ist wirklich lesenswert und mehr als einmal war ich mit Daniela sehr traurig, aber auch sehr glücklich. Die Bilder von der Autorin, die das Ganze auflockern, haben mir zusätzlich sehr gut gefallen und geholfen, mir alles vorzustellen.


Highlight:
Der Kontakt mit der Autorin. Dadurch ist das Buch überhaupt real geworden für mich. Die Geschichte hat einen Menschen dahinter. Auch wenn dies schon eine Weile her ist, ist Daniela Wahl einer der nettesten Menschen, die im WWW unterwegs sind und ich habe es sehr gemocht, mit ihr zu schreiben, besonders nachdem ich ihre Geschichte kannte. Sie hat mir gezeigt, dass es nicht nötig ist, Hemmungen zu haben, denn jeder kriegt sein Schicksal, ohne etwas dafür zu können. Sie hat mich sehr beeindruckt.


Empfehlung:
Das Buch lesen kann grundsätzlich jeder. Man muss nichts mitbringen, ausser die Bereitschaft, sich berühren zu lassen, ohne eine übertriebene Leidensgeschichte zu erwarten. Denn das Buch ist ein Buch voller Hoffnung und Lebensfreude. Wer sich an Krankheitsgeschichten anderer Leute ergötzt, ist hier falsch. Wer aber eine junge Frau mit ungewöhnlich starkem Charakter durch eine schwere Zeit begleiten will, sollte “Hauptsache du lebst” lesen.


Die Autorin:
Über die Autorin gibt es nach all dem nicht mehr viel zu sagen. Man weiss alles über sie, wenn man das Buch gelesen hat und ich kann nicht anders, als ihr nur das Beste zu wünschen. Inzwischen ist sie ein wenig aus der Öffentlichkeit verschwunden, um einfach zu leben!

Wichtige News für Leser und Buchblogger!

Hallo ihr Lieben

Wie ihr wisst mache ich ja x-verschiedene Sachen, solange sie sich um Bücher drehen! Nun geht es aber für einmal nicht um das Lesen oder mein Geschreibsel, sondern ich habe eine ganz neue Aufgabe in der Buchwelt übernommen.
Für meine 89-jährige Grosstante übernehme ich die Aufgaben einer Verlegerin. Sie hat ihre Memoiren niedergeschrieben und bitte hört jetzt nicht mit dem Lesen auf.
Sie lebte 20 Jahre lang mit ihrem Mann in Nigeria und hat dort als Lehrerin und Missionarsgattin so einiges erlebt. Ihre Geschichten erzählt sie mit viel Humor und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Deswegen habe ich mich bereiterklärt, ihr bei der Erstellung ihres Buches zu helfen.
Leider hat sich kein Verlag für das schöne Manuskript gefunden und so werden wir es selber verlegen und dabei helfe ich meiner Grosstante ebenfalls! Der Erscheinungstermin ist nun auf Anfang Dezember terminiert.
Hier könnt ihr die neuesten Updates zum Buch mit einem LIKE abonnieren!
Da einige von euch vielleicht ebenfalls Buchblogger sind und an dem Thema interessiert sind, würde es mich freuen, wenn ihr euch meldet und vielleicht mithelft, das Buch zu promoten! Natürlich stellen wir gerne Rezensionsexemplare zur Verfügung oder die Autorin beantwortet eure Interviewfragen!
Hier könnt ihr schon einmal das Cover betrachten! Der Klappentext wird hier in Kürze ebenfalls erscheinen!
Der offizielle Erscheinungstermin wird ebenfalls bald bekannt gegeben, soll aber definitiv noch in diesem Jahr sein, bevor dann nächstes Jahr einige Lesungen stattfinden!
Ich bin gespannt auf euer Feedback! Wer hilft mit?

Eure Tintenhexe

LIKE me on Facebook

Hallo meine Lieben

Heute mal ein kleiner Zwischenruf! Und zwar gibt es meinen Blog auch auf Facebook. Ich bin da nicht allzu bewandert, aber ich finde, dass man heute nicht mehr darum herum kommt.
Deswegen könnt ihr HIER meine Seite liken und werdet auch immer über neue Posts auf dem Laufenden gehalten.

Wie findet ihr Facebook? Ist es wichtig für Blogger? Habt ihr eine Seite? Ich würde mich freuen, sie zu sehen und vielleicht ein Like für euch zu hinterlassen.

Eure Tintenhexe

[Instagram] Rückblick

Hallo ihr Lieben

Heute habe ich mal einen kleinen Instagram-Rückblick für euch, Bilder ohne Worte! Viel Spass!









Eure Tintenhexe

[Instagram] Gewinnspiel

Hallo ihr Lieben!!!

Heute habe ich ein Gewinnspiel für euch. Und zwar ist es als kleines Dankeschön für 100 Instagram-Follower verlose ich ein Buch. Doch natürlich sollen auch diejenigen, die mir hier folgen, nicht zu kurz kommen. Deswegen hier der Link, den ihr dann mit eurem Handy nur noch anzuklicken braucht, um zum Gewinnspiel, das noch bis am 20.9. läuft, zu kommen! Viel Spass und natürlich viel Glück!


Eure Tintenhexe

[Rezension] Der Duft der Wüstenrose – von Beatrix Mannel


Inhalt:
Der Duft der Wüstenrose entführt den Leser nach Deutsch-Südwest, ein Land oberhalb Südafrikas, das heute in seiner Form nicht mehr existiert, sondern umbenannt und zum Teil auch neu geformt wurde. Dorthin gelangt Fanny, eine junge Waise auf der Suche nach einer heissen Spur, die sie endlich zu ihrer Familie führen soll. Auf der Hinfahrt verliert sie ihre geliebte Freundin Charlotte. Auf Wunsch der Sterbenden nimmt sie ihren Platz ein und heiratet deren unbekannten Verlobten, einen Arzt. Dass sie in dem neuen Land ihr Herz an jemand anderen verschenken würde, hätte sie niemals geahnt, doch es erweist sich als nicht halb so fatal, wie ihre eigene Vergangenheit, der sie sich nach der Geburt ihrer Tochter stellen muss. Mit dem Neugeborenen muss sie in die Wüste fliehen, als der ganze Schwindel auffliegt.

Meine Meinung:
Dieses Buch stand eine Weile einfach in meinem Regal, ohne dass es mich in den Fingern gekitzelt hätte, es zu lesen. Das schöne Cover und der vielversprechende Klappentext erreichten mich in einer sehr stressigen Zeit, ohne dass ich es geschafft hätte, mich darauf einzulassen. Schade, denn so hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich eines Abends bei einem schönen Schaumbad auf die liebevolle Autorenwidmung vorne im Buch gestossen bin. Ich gebe zu, dass ich mich unglaublich gefreut habe. Dieses Buch hat sich schon alleine mit diesen Worten einen ewigen Platz in meinem Herzen und meinem Regal erobert. 
Doch auch der Schreibstil ist wirklich erwähnenswert bei diesem Buch. Er schafft es, den Leser nach wenigen Seiten völlig zu bannen und in eine fremde Welt zu entführen. Ich habe mit der Protagonistin Fanny so mitgefühlt wie mit kaum einer anderen zuvor. Die Landschaft, die fremdartige, exotische Kulisse sind super umgesetzt, ganz nach dem Motto "show, don't tell", man kann sich alles so gut vorstellen, als ob man mitten im Geschehen ist. Ein tolles Buch, das mich dazu gebracht hat, bereits nach anderen Büchern der Autorin Ausschau zu halten. Ein grosser Pluspunkt gibts dafür, dass "Der Duft der Wüstenrose" endlich mal wieder ein Einzelband ist. Gut gemacht!

Empfehlung:
Das Buch ist ein historischer Roman ebenso wie eine Auswanderersaga und ein berührender Frauenroman mit Tiefgang. Wer diese Kombination mag, wird dieses Buch lieben. Mehr als die Bereitschaft, sich entführen zu lassen auf einen fremden, faszinierenden Kontinent, braucht man nicht für "Der Duft der Wüstenrose"!

Highlight:
Ach, das ist nun etwas sehr persönliches: Die Widmung! Dieses Buch ist echt genial, ich habe es geliebt, aber die Widmung hat mich einfach sooo gefreut!

Die Autorin:
Beatrix Mannel ist vielen Lesern auch bekannt als Autorin von "Stigmata", dieses Buch hat sie allerdings unter dem Namen Beatrix Gurian geschrieben. Sie hat bereits über 30 Bücher für Jugendliche und Erwachsene geschrieben und legt grossen Wert darauf, die Schauplätze ihrer Romane selbst zu bereisen, um so authentisch wie möglich schreiben zu können. Sie unterrichtet nebst dem Romanschreiben auch andere Schreiberlinge im kreativen Schreiben um diesen das Beste zu entlocken. 

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