Tintenhexe auf Instagram

Hallo ihr Lieben

Ich habe in den Sommerferien die App Instagram für mich wiederentdeckt. Seitdem kann ich es nicht lassen, dort fast täglich nach neuen, spannenden Büchern zu stöbern. Auch sonst findet man viele, ausserordentlich tolle Bilder dort. Ich fühle mich bei Instagram zwischen all den Fotos wohler als auf Facebook zwischen all den vielen Facts die niemanden interessieren. Die Hashtags organisieren das ganze auch sehr toll, sodass man gezielt suchen kann.


Die Tatsache, dass auch einige Verlage inzwischen den Wert von Instagram erkannt haben und dort vertreten sind, erfreut mich natürlich besonders und begrüsse ich sehr, denn schliesslich sind zahlreiche potenzielle Leser und Kunden auf Instagram anzutreffen und gleichzeitig ist die App sehr international, sodass man wirklich Leute aus der ganzen Welt mit ähnlichen Interessen antreffen kann.



Ich würde mich freuen, wenn einige von euch vorbeischauen und mir vielleicht auch da folgen. Der Inhalt ist auf jeden Fall nicht derselbe wie hier auf dem Blog und so entdeckt ihr vielleicht noch neue Titel oder erhält auch mal einen Blick hinter die Kulissen. Ich würde mich ebenfalls freuen, dort noch mehr Buchverrückte zu treffen oder vielleicht sogar einige meiner Leser von hier. Das wäre das Grösste für mich. 

Was für viele Blogger ebenfalls spannend sein wird ist, dass sich Blogger dort vernetzen, aber auch dass man Autoren antreffen kann. Vielleicht ergattert man dann auch von denen mal einen privaten Schnappschuss, aber auf jeden Fall kann man sie auf Bildern markieren und so mit ihnen in Kontakt treten. 

Hier zeige ich euch nur einen kurzen Überblick, was euch auf Instagram erwartet. Postet doch eure Links hier oder meldet euch direkt in der App.

Nutzt ihr Instagram? Seid ihr Fans davon oder nervt es euch? Was mögt ihr daran? Was nicht? Teilt mir doch eure Meinung mit!


Eure Tintenhexe

[Frühsommerprinzessin] Kapitel 1

Kaptiel 1


In ihrer unbeschwerten Kindheit hatte sich Thora nie gefragt, ob etwas mit ihr nicht stimmte. Sie war geboren worden in die Familie eines einfachen Landbarons. Dieser hatte gerne und viel gelacht, ebenso wie seine Gattin und so hatten Thora und ihre beiden Schwestern eine unbeschwerte Zeit gehabt. Sorgen kannte im Umkreis des Gutes ihrer Familie niemand. Auch in schweren Zeiten wurde die einfache Bevölkerung aus den Speichern des Barons versorgt. Im Gegenzug dazu lieferten diese gerne ihren Zehnten jedes Jahr an den Baron ab. Thora lernte zu schätzen, dass jeder sie mochte. Mit ihren Schwestern Amira und Regina verband sie das tiefe Band der Geschwisterliebe und das Mädchen war stets überzeugt gewesen, dass nichts und niemand dieses Band zerreissen konnte. Sie spielten stets zu dritt, am liebsten in Feld und Wald und ihre Gouvernante klagte fast jeden Tag verzweifelt der Baronin ihr Leid über die ungebärdigen Mädchen und ihre zerrissenen Kleider und schmutzigen Schuhe. Diese jedoch fand stets auch für diese Probleme ein Lachen und kaufte ihren drei Kindern neue Sachen, wenn die alten nicht mehr tragbar waren. Es scherte sie auch wenig, dass die Leute im Dorf kaum ärmlicher gekleidet waren, als ihre Töchter, denn sie hatte längst aufgegeben, sich darüber zu ärgern, dass ihre Mädchen nicht aussahen wie die Töchter eines Barons. Dies würde sich noch früh genug ändern und bis dahin gönnte sie Thora, Regina und Amira die wilde Freiheit ihrer Kindertage.

Zwei Ereignisse sollten Thoras Leben grundlegend verändern. Ihre älteste Schwester Amira, die stets ihr grosses Vorbild gewesen war und der Regina und sie stets nachgeeifert hatten, starb. Ein schweres Fieber holte sie in einer dunklen und kalten Winternacht zu sich und die beiden zurückbleibenden Schwestern konnten nicht glauben, dass sie nun niemals mehr zusammen im Baumhaus spielen oder im See schwimmen würden. Regina und Thora hatten einander, um sich festzuhalten und zu trösten. Trotzdem fiel eine jede von ihnen in ein tiefes Loch der Trauer und der Verständnislosigkeit. Thora, die zu diesem Zeitpunkt gerade mal zwölf Winter gesehen hatte, wurde verschlossener, als sie zuvor gewesen war, plötzlich trat ein schüchternes Mädchen anstelle des fröhlichen Kindes, das sie zuvor gewesen war. Regina hingegen, die erst neun war, verstand die Welt noch weniger und suchte besonders Schutz bei Thora, die sich stets mühte, die Schwester im Strudel ihrer eigenen Trauer nicht zu vergessen. Manchmal blieben nicht einmal die Nächte für sie alleine, denn Regina litt nun häufig unter Albträumen und kam dann zu Thora ins Bett, wo sie viel Platz für sich beanspruchte und ihrer grossen Schwester so den Schlaf raubte. Diese hörte deswegen allerdings nicht auf, Regina abgöttisch zu lieben. Doch in Nächten, in denen sie alleine war, schlich sie sich aus dem grossen Herrenhaus um mit sich alleine zu sein. Seltsame Veränderungen gingen in ihr vor, die sich das Mädchen nicht erklären konnte. Der Drang, nach draussen in die Natur zu flüchten wurde von Tag zu Tag stärker. Verunsichert gab Thora diesem Verlangen nach, obwohl sie sich seit Amiras Tod in den Mauern des Gutes sicherer fühlte als im Garten, wo sie so viele schöne Stunden zu dritt verbracht hatten.
Diese widerstrebenden Gefühle setzten Thora mehr und mehr zu. Oftmals fand sie sich nachts im Garten wieder, ohne zu wissen, wie sie dahin gelangt war.
Doch eines Nachts war sie wieder im Garten „Aufgewacht“ und sah im Mondschein den alten Apfelbaum, an dem nun reife Früchte schwer die Äste gen Boden zogen. Es gelüstete das Mädchen nach einem dieser Äpfel und so ging sie hinüber. Der Baum lag direkt an dem kleinen Teich, in den früher beim Spielen sowohl Amira und Regina als auch Thora des Öfteren hereingefallen waren. Er war nicht tief und jetzt im Mondschein lag er da wie ein glatter Spiegel. Als sich Thora dann zu den untersten ästen des Apfelbaumes reckte, konnte sie diesen nicht erreichen, obwohl er allerhöchstens in Brusthöhe eines erwachsenen Menschen aus dem Baumstamm spross. Das Mädchen stützte sich am Baumstamm ab und versuchte erneut, den Apfel zu erreichen. Dann sprang und hüpfte sie mehrmals hoch und es gelang ihr tatsächlich, die Frucht zu berühren, doch als sie versuchte, ihre Finger um ihre Beute zu schliessen, glitt sie erfolglos ab und fiel zu Boden. Genervt schüttelte sie sich und rappelte sich wieder auf. Ein erneuter Versuch scheiterte ebenso kläglich. Erneut stützte sich Thora am knorrigen Baumstamm ab, dieses Mal mit beiden Händen. Mehr flüchtig und zufällig als bewusst glitt ihr Blick über die Stelle, an die sie ihre Hände gelegt hatte. Die Rinde fühlte sich seltsam weich an, so als ob ein Tuch um den Baum gewickelt wäre. Aber da war nichts als die nackte Borke und als Thora noch einmal diese Stelle musterte, zuckte sie zurück und vor Schreck fiel sie hinterrücks ins Gras. Dann hielt sie sich erneut die Hände vors Gesicht und gleichzeitig fiel ihr auf, dass ihr Blick viel schärfer war, als zuvor. Sie erkannte kleine Insekten in der Baumkrone, die doch ziemlich weit entfernt war. Nie zuvor hatte sie sich um diese kleinen Wesen gekümmert, weil sie sie nicht sehen konnte. Doch jetzt war alles scharf, wie wenn man Kopfschmerzen hatte und das Licht in den Augen brennt. Doch Thora tat nichts weh ausser dem Rücken, den sie sich bei ihrem Sturz ein wenig gestossen hatte. Dann konzentrierte sie sich auf ihre Hände, die sie direkt vor ihr Gesicht gehoben hatte. Doch da wo sie lange, schlanke Finger erwartet hatte, erblickte das Mädchen Pfoten. Sie glänzten gelb bräunlich im Mondlicht und sahen ähnlich kuschelig aus, wie diejenigen, die Thora gesehen hatte, als sie als kleines Mädchen die Prinzessin von Tamuilan besucht hatte. Diese hatte Stofftiere auf ihrem Bett aufgestellt gehabt und dort hatte Thora zum ersten Mal solche Pfoten entdeckt. Nun berührte sie mit einer Hand die andere oder eben mit einer Pfote die andere. Noch immer konnte sie nicht verstehen, was mit ihr geschehen war. Warum fühlte sie sich nicht seltsam, wo doch ihre Hände so seltsam geworden waren? Als sie die eine Pfote mit der anderen etwas fester drückte, sprangen vorne aus den Kuppen plötzlich wunderschön gerundete Krallen heraus. Thora zuckte zusammen. Mit einem Schrei wich sie zurück, doch es war nicht möglich, vor sich selber zurückzuweichen und so waren die unheimlichen Hände noch immer da, als das Mädchen die zugekniffenen Augen öffnete.
Ungeschickt rappelte sie sich auf und erst jetzt bemerkte sie, dass sie nicht mehr nur auf zwei, sondern auf vier Füssen oder eben zwei Füssen und zwei Händen ging. Verwirrt legte sie die letzten Meter bis zu der spiegelglatten Fläche des Teichs zurück. Der Mond spiegelte sich darin und Thora trat ganz nahe an den Rand, um ihr eigenes Spiegelbild zu erblicken. Was sie sah, bestätigte ihren unheimlichen Verdacht, dass etwas mit ihr nicht in Ordnung war. Das Spiegelbild zeigte nämlich nicht das magere, blonde Mädchen im weissen Nachthemd, sondern die leicht golden schimmernde Gestalt eines Luchses.

Langsam hob sie die linke Hand, die jetzt in einer ihr unbekannten Pfote steckte, und berührte sich an der Stirn. Ihr Spiegelbild tat dasselbe. Dann beugte sie sich vor, um das Wasser mit der Nase zu berühren und das Bild auf der spiegelglatten Oberfläche kam ebenfalls näher und näher. Offensichtlich war das sie, in dieser seltsamen Gestalt. Thora spürte das Bedürfnis, zu weinen. Was war mit ihr geschehen? Würde sie nie wieder in ihren Mädchenkörper zurückfinden? Wo war dieser bloss abgeblieben? Man würde sie mit Sicherheit verstossen, wenn sie als Luchs versuchen würde, ins Haus zu gelangen. Oder ihr schlimmeres antun. Bei diesem Gedanken stöhnte Thora verzweifelt auf, doch es war kein menschliches Geräusch, das schliesslich aus ihrer Kehle drang und so begann sie leise zu weinen, was sich ebenfalls erschreckend anhörte. Unter dem Apfelbaum kauerte sie sich zusammen, so gut dies in ihrem neuen Körper ging und sass dort für Stunden, bis sie an ihrer Umgebung, am heller werdenden Licht des Tages und am Zwitschern der Vögel, bemerkte, dass der Tag heraufzog. Nicht mehr lange, und man würde sie bemerken. Niemand war da, der ihr helfen konnte und bald würde die Dienerschaft in Haus und Hof geschäftig herumwuseln und sie dann schliesslich bald an ihre Eltern ausliefern. Erschöpft lehnte sich das Mädchen im Körper eines Luchses an den Baumstamm und konnte nach einer Weile trotz erster Geräusche, die vom Herrenhaus zu ihr hinausdrangen, nicht verhindern, dass ihre Augen zufielen und sie einschlief.



Thora fand sich wieder in ihrem Bett, ohne Gefühl für Zeit und Raum. Ihre Augenlider waren schwer und hinter ihrer Stirn brannten heftige Kopfschmerzen. Unfähig, sich zu rühren, lauschte sie bloss auf die Geräusche aus ihrer Umgebung. Alles drang nur gedämpft an ihr Ohr und erst langsam, nach und nach, realisierte das Mädchen wieder, was geschehen war. Dann riss es erschrocken die Augen auf, hob die Hände und liess sie schliesslich erleichtert zurück auf die weiche Bettdecke fallen. Sie steckte wieder in ihrem normalen Körper. War das alles vielleicht bloss ein böser Traum gewesen? Erneut hob sie die Lider und blinzelte, als ihr bewusst wurde, dass es heller Tag war und die Sonne mit voller Kraft durchs Fenster hineinschien. 

[Interview] Christa S. Lotz spricht über ihre historischen Romane und das Schreiben

Hallo ihr Lieben

Wieder einmal durfte ich ein Interview mit einer Autorin führen. Christa S. Lotz schreibt historische Romane, die in ihrer Heimat Baden-Würtemberg spielen, was mich besonders interessiert, weil ich da Verwandte habe und immer wieder durch dieses Bundesland fahre. Das Bild zeigt Christa in ihrer Heimat und das Cover eines ihrer Bücher.


Wie wird man von der Sozialpädagogin zu einer Autorin von historischen Romanen?
Es gab immer schon zwei hervorragende Leidenschaften in meinem Leben: Eine ist die für alles Psychologische, die andere ist das Schreiben. Neben  Gedichten und Tagebüchern schrieb ich Märchen, Essays, Kurzgeschichten und Zeitungsartikel.  Mein erster Roman ist weniger aus beruflichem als aus Freizeit- Interessen entstanden. Mein Partner und ich sind viel unterwegs, haben das ganze Land Baden-Württemberg und andere Regionen erkundet-bis hin in die Toskana, nach Spanien und Südfrankreich. Der erste Roman entstand bei einer Wanderung in Bad Urach auf der schwäbischen Alb. Es ist ein biografischer Roman über den Dichter Eduard Mörike, der lieber schreiben als Pfarrer sein wollte. Dieses Buch „Eduard Mörike. Ein Leben auf der Flucht“ habe ich im August 2012 selbst noch einmal als E-Book publiziert.

Lebst du vom Schreiben oder arbeitest du nebenbei noch?
Ich habe nie aufgehört, in meinem Beruf als Betreuerin und Begleiterin psychisch erkrankter Menschen zu arbeiten. Dadurch, dass ich halbtags arbeite, blieb mir immer  genügend Zeit zum Schreiben. Und es gibt mir auch die Freiheit und die Sicherheit, meine Ideen zu verwirklichen, ohne mich zusätzlich um den Brötchenerwerb kümmern zu müssen.

Woher kommen die Ideen für deine Romane?
Die Ideen fliegen mir zu, wenn ich unterwegs bin. Jede Reise, jeder Ausflug war und ist gleichzeitig eine Recherchereise. Diese Einfälle kommen auch beim Lesen historischer Texte, bei Museumsbesuchen und bei der Erkundung von Kirchen, Burgen, Schlössern und mittelalterlichen Städten. Bei dem Psychokrimi, den ich letztes Jahr fertiggestellt habe,
war es eine wahre Begebenheit, ein Mord, der in einem Dorf in der Nähe geschah. Die Figuren des Krimis sind ebenfalls der Realität nachempfunden, einige tragen durchaus Züge von Menschen, mit denen ich gearbeitet habe.

Welche Genres liest du privat? Nutzt du sie zur Inspiration oder helfen sie dir, dein eigenes Projekt für eine Weile zu vergessen?
Privat lese ich am liebsten Krimis und Thriller, aber weniger gern Kommissar-Reihen und Serienkiller als psychologisch fundierte Romane. Der Stil ist mir genauso wichtig wie der Spannungsbogen und die Stimmigkeit von Figuren und Geschichte. Sie helfen mir tatsächlich, meine eigenen Projekte zwischendurch zu vergessen, inspirieren mich aber natürlich auch unbewusst. Dann lese ich gern Romane aus dem 19. Jahrhundert, historische Texte und Sachbücher wie „Westwegs“ von Johannes Schweikle oder Manuel Andracks „Gesammelte Wanderabenteuer“.

Wer darf deine Romanentwürfe als erstes lesen?
Bei den ersten Romanen hatte ich eine Reihe von Testlesern, die mir wertvolle Rückmeldungen gaben. Inzwischen ist es nur noch ein einziger Testleser, der mich schon viele Jahre begleitet, logische und stilistische Fehler aufdeckt und mir auch bei der Erstellung der E-Books hilft.

Wie sieht der Werdegang eines Romans von dir vom ersten Buchstaben bis zum Erscheinungsdatum aus? Wie lange dauert dieser Prozess in etwa?
Nehmen wir mal den letzten, der erschienen ist, „Die Köchin und der Kardinal“. Ich hatte mich mit dem Astronomen Johannes Kepler und seiner Mutter, die als Hexe angeklagt wurde, beschäftigt. Mein damaliger Agent griff das Thema auf, und ich entwickelte aus seinen wenigen einfühlsamen Anregungen den Roman und schrieb ihn im Jahr 2012 zu Ende. Im August des Jahres habe ich ihn abgegeben. Im folgenden April fand das Lektorat statt, am 24. Juni 2013 erschien der Roman. Vom ersten Buchstaben bis zum Erscheinungsdatum vergingen also ca. ein Jahr und vier Monate.

Deine Romane spielen stets in deiner nächsten Umgebung, nur vor sehr langer Zeit. Hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt, einen Ausflug zu unternehmen? Zum Beispiel zu den Piraten? Oder nach Indien? Und dort in die Vergangenheit einzutauchen?Drei meiner Romane spielen in einer entfernteren Umgebung: „Die Nonne und die Hure“ ist in Venedig angesiedelt, „Die Hure und der Mönch“ in Florenz. Beide Städte hatte ich schon vorher besucht, kannte also den Duft der Kanäle und der alten Mauern. Das musste ich nur mit dem historischen Ambiente in Verbindung bringen. „Die Pilgerin von Montserrat“ spielt nicht nur in Süddeutschland, sondern auch in Südfrankreich, Spanien,
dem nahen Osten und in Wien. Den nahen Osten habe ich allerdings nicht bereist, das hätte mein Budget bei weitem überstiegen. Zu den modernen Piraten in Somalia oder in Fernost würde ich nicht reisen wollen, auch nicht nach Indien. Es gab da eher mal die Idee, einen Roman in Hamburg und in Argentinien anzusiedeln. Hamburg kenne ich sehr gut, ebenfalls Frankfurt. Nach  Argentinien bin ich schon einmal gereist und dort mehrere Monate bei Verwandten gewesen.

Liest du deine Rezensionen? Wie reagierst du auf negative Kritiken?
Ja, ich lese meine Rezensionen, und positive Kritiken sind natürlich ein Motivationsfaktor ersten Ranges. Negative Kritik tut immer erst mal ein bisschen weh. Aber bei fundierten Kritiken lerne ich eine ganze Menge und verbessere dadurch mein Schreiben. Völlig sinnlos sind für mich Rezensionen wie „Ich gebe nur einen Punkt, weil ich keine Zeit hatte, das Buch zu lesen.“

Wirst du oft von fremden Menschen auf deine Bücher angesprochen?
Bei den ersten Büchern wurde ich ständig von anderen angesprochen, aber mehr von Bekannten als von fremden Menschen. Im Laufe der Zeit habe ich weniger darüber geredet, und desto seltener wurde ich gefragt. Eigentlich habe ich mich in den letzten Jahren nur noch mit anderen Autoren, mit meinem Ex-Agenten und mit Lektoren ausgetauscht.

Arbeitest du mit Buchbloggern zusammen? In welcher Form? Wie siehst du hier die Erfolgschancen für Autoren?
Ich bin niemals selbst an Buchblogger herangetreten, weil ich weiß, wie sehr sie mit Anfragen überschüttet werden. Dagegen habe ich öfter mal gesehen, dass meine Bücher von Buchbloggern besprochen wurden. Und über deine Anfrage habe ich mich besonders gefreut! Bei dem Wörtchen „Erfolgschancen“ kommt es auf die Definition an. Die Chance sehr viele Bücher zu verkaufen, sind erstmal wohl geringer. Aber es ist eine Chance, bekannter zu werden, ein Graswurzelmarketing in Gang zu setzen.

Welche Kanäle nutzt du sonst zur Vermarktung deiner Bücher?
Bisher sind alle Bücher von Verlagen vermarktet worden. Sie lagen auf Stapeln in den Buchhandlungen oder standen im Regal. Es gab auch Sonder-Werbeaktionen wie „Buch des Monats“ bei Karstadt oder einen Weihnachts-Sondertisch. Da könnte ich natürlich nicht mithalten. Zusätzlich habe ich die Bücher in meinem Blog, bei Twitter und Facebook beworben, aber nicht direkt, sondern eher, indem ich eine Art „Marke“ aufgebaut habe. Meine E-Books bewerbe ich ebenfalls in meinen Blogs und durch Rabattaktionen. Wichtig ist es, dass sie öfter mal in den Topp 100 auftauchen, um überhaupt gesehen zu werden. Die Verschenkaktion meines ersten E-Books brachte zwar Tausende von Downloads in nur zwei Tagen, trug aber kaum etwas zu den Verkäufen bei.

Was erscheint als Nächstes von dir?
Im Juni erscheint mein E-Book „Teufelswerk“, das im Jahr 2011 als Printausgabe eines kleinen Verlages veröffentlicht wurde, unter dem Titel „Das Vermächtnis des Bischofs“. Davon wird es auch keine weitere Printausgabe geben, weil ich nur die E-Bookrechte habe. Was dann als Nächstes erscheint, ist noch offen. Wahrscheinlich ist es der Schwarzwälder Psychokrimi „Martinsmorde“ bei einem Verlag oder als selbst publiziertes E-Book. Im letzteren Fall bräuchte ich dann noch eine Designerin für das Cover, einen guten Lektor und ein Korrektorat. Dabei sehe ich optimistisch in die Zukunft, denn Autoren sind der Kern des Buchbetriebes und werden es bleiben, egal, wohin sich das Ganze noch entwickeln wird.

Ich habe mich sehr über das Interview mit Christa gefreut und freue mich auch schon, euch ihre Werke vorzustellen. Wer sich ebenfalls für das Genre der historischen Romane, aber auch für die regionalen Gebiete von Baden Württemberg interessiert, soll doch unbedingt mal bei Christa vorbeischauen!

Hier kommt ihr zu Christas Autorenseite beim Aufbau-Verlag.


Eure Tintenhexe

[Mein Buch] Eine neue Serie!!!

Hallo meine Lieben

Dieser Blog hier wächst und gedeiht, längst gibt es ihn schon länger als ein halbes Jahr und ich durfte auch schon zahlreiche Leserinnen und Leser willkommen heissen. An dieser Stelle herzlichen Dank für eure tolle Unterstützung, eure Kommentare und Anregungen.

Nun ist es mal wieder Zeit für eine neue Serie, finde ich. Nachdem ich sowohl zahlreiche Rezensionen veröffentlicht habe, als auch Interviews mit Autoren und vieles mehr rund ums Thema Lesen und Schreiben, lasse ich nun einmal die Autoren selber über ihre Bücher sprechen. Dazu gibt es neu die Rubrik "Mein Buch", bei der Autorinnen und Autoren über ein Werk, das sie veröffentlicht haben, sprechen. Dies soll kurz und knackig gehalten werden und das Buch soll im Zentrum stehen, sodass man sich bei "Mein Buch" einen Mini-Lesetipp abholen kann.

Wie findet ihr die Idee? Welcher Autor oder welche Autorin soll eurer Meinung nach unbedingt über eines ihrer Werke sprechen?

Schon in wenigen Tagen wird es soweit sein und eine junge Autorin wird ihren Erstling unter "Mein Buch" vorstellen.

Seid gespannt!!!

Eure Tintenhexe

[Interview] Doreen Gehrke über ihren eigenen Verlag



Immer wieder trete ich aus diversen Gründen mit Autoren und Autorinnen in Kontakt. Doreen Gehrke kenne ich von ihrer Reihe "Don't let it get to you". Hier könnt ihr die Rezension zum ersten Band lesen. Wenige Wochen später schon durfte ich Band zwei ebenfalls lesen. Hier ist die Rezension dazu. Während dieser ganzen Zeit habe ich öfters mit Doreen Gehrke gemailt und durfte ihr einige interessante Fragen stellen. Für mich, die ich selber schreibe und von einer Veröffentlichung träume, waren die Antworten sehr lehrreich und interessant. Ich hoffe, euch ergeht es ebenso! Findet ihr übrigens dieses Portrait der Autorin nicht ebenfalls sehr gelungen?


Wie sind Sie dazu gekommen, zu schreiben? In welchem Alter haben Sie damit angefangen?
Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich angefangen habe zu schreiben. Darum bin ich mir auch ziemlich sicher, dass es schon sehr lange her sein muss. Ich erinnere mich aber noch, Geschriebenes, ob nun Gedichte oder lose Gedanken, immer vor meiner Familie versteckt zu haben. Wahrscheinlich befürchtete ich, ausgelacht zu werden, oder wenn nicht das, dann aber nach dem Warum meines Schreibens gefragt zu werden. Und ich glaube, davor hatte ich noch mehr Angst, weil ich keine Antwort darauf hatte. Bis heute nicht. Ich schreibe ganz einfach des Schreibens wegen. Im letzten Schuljahr war ich im Rahmen einer Projektgruppe „Kreatives Schreiben“ dann erstmals bereit, eigens verfasste Gedichte und Kurzgeschichten vorzustellen. Aber selbst in dieser kleinen Gruppe von vielleicht nur einer Handvoll Schülern, gab es dann und wann mal ein Lachen oder ein „Häh, was soll denn der Quatsch bedeuten?“ zu hören. Das war natürlich nicht sehr motivierend, und das Schreiben wurde dann ein wieder gut behütetes Geheimnis.

Wann kam Ihnen zum ersten Mal der Gedanke, ein Buch tatsächlich zu veröffentlichen? 
Während des Studiums der Geologie und Paläontologie kam ich nie wirklich zum Schreiben und dachte schon, dass das Schreiben ein Hobby oder Zeitvertreib aus Langeweile eines typischen Außenseiters zur Schulzeit gewesen war. Aber dann, nach dem Studium und mit Eintritt ins Berufsleben, kam mir ziemlich schnell der Gedanke, dass es bis zum Rentenalter doch noch etwas anderes als nur Arbeit geben muss. Ich nahm das Schreiben wieder auf. Diesen Gedanken dann weiter gesponnen, fragte ich mich dann auch ziemlich schnell, warum nicht mal etwas veröffentlichen, auch gleich mit Blick auf eine berufliche Veränderung.

Wie lange arbeiten Sie im Durchschnitt an Ihren Büchern? 
Bens Geschichte habe ich geschrieben, bevor ich meinen Verlag gründete. Das war im Jahr 2012 mit einigen Unterbrechungen, aber zusammen etwa ein Jahr. Mit Gründung des Verlages habe ich mit dem dritten Band bzw. mit dem Beginn über Janes Geschichte zu erzählen, um ein paar Monate pausieren müssen. Im Grunde habe ich als Selbstverlegerin eine Doppelbelastung, das Schreiben und die Verlagsarbeit. Am Anfang war es schwierig für mich, etwas wie eine Balance zwischen beiden zu finden. Ehrlich gesagt habe ich solch eine Balance bis heute nicht gefunden und glaube mittlerweile auch nicht mehr, dass es sie gibt. Der dritte Band der Don`t let it get to you!-Reihe ist das erste Buch, das ich als Selbstverlegerin geschrieben habe und nach meiner Erfahrung kann ich für mich sagen, dass ich für die Fertigstellung eines Buches jetzt doppelt so viel Zeit brauche, als wenn ich nur Schriftstellerin wäre. Also, bis es tatsächlich veröffentlicht ist, vergeht schon ein ganzes Jahr. Und neben der Verlagsarbeit kommen ja auch noch die ganzen anderen Projekte hinzu, die man mal so beginnt, weil es einem einfach in den Fingern juckt und man seine Gedanken zu Papier bringen muss, weil man sonst nicht in den Schlaf findet. Da wird die Doppelbelastung schnell zu einer dreifachen usw..

Sind die Bücher über Ben die ersten, die Sie geschrieben haben, oder liegen bei Ihnen noch andere Manuskripte in der Schublade?
Ja, ich habe tatsächlich so einige Manuskripte in der Schublade liegen. Einige davon sind sogar älter als die Geschichte über Ben. Da aber das Schreiben und das Veröffentlichen zwei Paar verschiedene Schuhe sind, würde ich sagen, dass der erste und zweite Band der Don`t let it get to you!-Reihe meine ersten Bücher sind.

Was hat Sie dazu inspiriert, über die Probleme Jugendlicher zu schreiben? 
Man schreibt doch immer über das, was einen interessiert und/oder bewegt, einen zum Nachdenken anregt, einen einfach nicht mehr loslässt und in einem immer wieder arbeitet. Mir geht es jedenfalls so, und ich habe festgestellt, zumindest erwische ich mich jedes Mal dabei, dass ich während des Schreibens eines Manuskriptes bereits Ideen für ein anderes Manuskript bekomme. Automatisch. Im Grunde inspiriert man sich dann selbst. Als ich angefangen habe, über Ben zu schreiben, kam mir sehr schnell die Idee, über eine Jane und über einen Charly zu schreiben, und dass deshalb die Reihe aus sechs Bänden bestehen muss. Ich weiß noch, als ich mein erstes Interview bei einer Zeitung hatte und beim Erzählen über meine sechsbändige Reihe ganz erstaunt angeschaut wurde. Im Oktober veröffentliche ich den dritten Band und beim Schreiben dieses Bandes, habe ich mich oft gefragt, warum denn nach sechs Büchern Schluss sein soll. Warum? Weil ich wieder Ideen für weitere Bände bekam. Soziale Themen sind nicht ausreizbar. Das eigene Umfeld, die Medien, die Gemeinschaft inspiriert einen doch immer.

Wie recherchieren Sie um authentisch über eine Castingshow berichten zu können? 
Für die Musik-Show „Entertain Us“ aus dem Buch habe ich die Spielregeln von verschiedenen Musik-Shows vermischt. Mich streng an dem Ablauf einer bestimmten Show zu halten, wollte ich nicht und außerdem ändern sich deren Spielregeln ja auch ständig. Was Ben angeht, so habe ich da niemals an einen bestimmten Kandidaten gedacht, der tatsächlich mal an einer Show teilgenommen hat. Ich habe mich da nie beeinflussen lassen und um ehrlich zu sein, verfolge ich schon seit Jahren keine Musik-Shows mehr. Es sind einfach zu viele Informationen, die einen ermüden und nur noch zum Wegschalten animieren. Hinzu kommen Sendungen, die dann auch noch über die Musik-Shows berichten. Man kann sich ja gar nicht dagegen wehren. Ich würde auch sagen, dass ich eher wenig über „Entertain Us“ geschrieben habe und mehr über Ben, seine Gedanken und Sichtweisen und natürlich seine Familie, weil mir das wichtiger war. Insbesondere im zweiten Band rückt die Show immer weiter in den Hintergrund und Bens Dasein sowie seine Familienprobleme werden hauptsächlich diskutiert. Authentisch über eine Musik-Show zu berichten, war also nie mein Anliegen, daher habe ich auch nicht wirklich recherchiert.

Gibt es im realen Leben Vorbilder für Ihre Protagonisten? 
Nein oder niemanden, den ich persönlich kenne. Mal schnappe ich Kommentare von Familie und Freunde auf, über die ich dann längere Zeit lang nachdenke und woraus sich etwas zum Schreiben ergibt. Aber über Personen, mit denen ich verwandt oder befreundet bin, werde ich niemals schreiben. Das gilt auch für mich. Neben der Überarbeitung des dritten Bandes der Don`t let it get to you!-Reihe schreibe ich im Moment über eine Person und über deren Familienleben, die wiederum fiktiv, aber sicherlich tatsächlich existiert. Ich schreibe Gegenwartsliteratur. Ich schreibe über soziale Belange/Verhältnisse, die es in der heutigen Zeit tatsächlich gibt, aber die Personen dazu sind ausgedacht.

Warum haben Sie sich entschieden, Selbstverlegerin zu werden? 
Als die Geschichte über Ben fertig war, habe ich im Internet nach Verlagen gesucht. Bei meiner Recherche stieß ich auch auf Selbstverleger, Indie-Autoren bzw. die Möglichkeit, sein Buch ohne Verlag zu veröffentlichen. Das fand ich interessant, habe aber trotzdem erst mal zehn Verlage mit einem Exposé angeschrieben. Bis heute haben sich noch nicht alle Verlage gemeldet. Ansonsten gab es Absagen, das Thema passe nicht ins Programm, Standardfloskeln. Die erste Absage erhielt ich nach etwa fünf Monaten. Da war ich bereits Verlegerin. Es ging mir also um die Zeit. Man muss im Schnitt ein halbes Jahr auf eine Antwort warten, wenn überhaupt eine Reaktion kommt. Das war mir zu lange. Lieber nehme ich es selbst in die Hand, weiß genau, wann, was passiert, mittlerweile auch, was alles dazugehört und zu machen ist, um ein Buch zu veröffentlichen. Sicher habe ich auch Fehler gemacht und werde auch weiter Fehler machen, aber warten, bis mal jemand was macht, überlasse ich anderen.

Wie kamen Sie dazu, einen eigenen Verlag zu gründen? 
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Indie-Autoren ihre Bücher veröffentlichen können, aber ohne eigenen Verlag zeigen sich die Grenzen dann doch recht schnell. Unabhängigkeit, Eigenständigkeit bzw. so wenig wie möglich aus eigener Hand geben zu müssen, Flexibilität. Darauf kam es mir an. Mit einem eigenen Gewerbe sind diese Eigenschaften gegeben.

Wo sehen Sie sich und Ihren Verlag in 5 Jahren? 
Der Doreen Gehrke Verlag wird in fünf Jahren neben der sechsbändigen Don`t let it get to you!-Reihe, ein, zwei Romanen im Bereich „Erwachsenen-Literatur“, hoffentlich auch Bücher anderer Schriftsteller verlegt haben. Es sollte sich dann nicht mehr um einen Selbstverlag handeln.

Wie sieht der Weg von Ihren Büchern aus dem Büro bis ins Bücherregal aus? 
Meine Manuskripte werden extern lektoriert, d.h. ein freiberuflich arbeitender Lektor bzw. eine Lektorin erhält das Manuskript, um es hinsichtlich Rechtschreibung, Interpunktion, Grammatik zu überarbeiten und bezüglich Stilistik mit Anmerkungen/Tipps zu versehen. Danach lese und überarbeite ich es im Wechsel einige Male, bis es dann druckfertig zur Druckerei geht. Parallel habe ich den Aufriss, d.h. die Datei, die das Cover des Buches, den Buchrücken und die Buchrückseite mit Klappentext und Rückseitenbild darstellt, fertig und schicke diese auch an die Druckerei. Vorher mussten noch Cover-Illustration und Illustration für die Buchrückseite mit dem Illustrator bzw. der Illustratorin abgestimmt werden. Die Druckerei liefert die gedruckte Auflage dann zum Auslieferer, der die Bücher lagert und auf Bestellung an die Barsortimente und/oder direkt zu den Buchhandlungen ausliefert.

Was sagen Sie den Leuten, die Vorurteile gegenüber Selbstverlegern haben? 
Mittlerweile begegne ich Vorurteilen, wie z.B. „Ach, Sie veröffentlichen im Selbstverlag. Na, das kann ja nicht gut sein.“, mit Humor. Was bleibt mir auch anderes übrig? Hier in Mecklenburg-Vorpommern war ich bei so einigen Buchhandlungen, habe mir viele Bemerkungen, Ausreden anhören müssen und bin selten wirklichem Interesse begegnet. Vielleicht sollte ich mal ein Buch darüber schreiben?! Gute oder schlechte Bücher gibt es nicht. Es gibt verschiedene Geschmäcker. Auch ein Buch verlegt im Selbstverlag kann den Geschmack eines Lesers treffen, oder eben nicht. Aber schlecht ist ein Buch nicht.

Wie gehen Sie mit negativen Rezensionen um? 
Hier geht es um das „geschriebene Wort“, d.h. die Rezension bleibt für eine längere Zeit stehen und kann meinem Verlag schon schaden. Es geht ganz klar um die Wortwahl des Bloggers, also wird man diffamiert oder nicht. Das hat dann nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun und auch Selbstverleger können sich einen Anwalt nehmen. Aber auch was die inhaltliche Widergabe der Rezension anbelangt. Ich habe mich da tatsächlich schon mal gefragt, ob der Blogger überhaupt mein Buch gelesen hat oder nicht. Bislang habe ich mich noch nicht direkt an einen Blogger gewandt, der eine negative Rezension verfasst hat, aber auf meiner Website gibt es dazu ein paar Zeilen unter dem Titel „Selbstverleger – Alles Scheiße“.

Wie stehen Sie als Autorin Buchbloggern gegenüber? Was denken Sie über sie?
Ich stehe Buchbloggern uneingeschränkt positiv gegenüber, da sie für den Schriftsteller wie auch für den Leser hilfreich sind. Der Schriftsteller kann sein Buch bewerben und der Leser erfährt, welche Bücher neu auf dem Markt sind oder welche Bücher es in bestimmten Genres außerdem gibt, die er vielleicht noch nicht gelesen hat. Grundsätzlich kann die „Buchbloggerei“ nur positiv gesehen werden, wenn es nicht den einen oder anderen Blogger geben würde, der scheinbar seine Bodenhaftung verloren und vergessen hat, welche Macht das „geschriebene Wort“ hat, schon immer zu Lebzeiten hatte und was seine Rezension zu Folge haben kann.

Ich danke Doreen Gehrke an dieser Stelle herzlich für die Zeit, die sie in meine Fragen investiert hat. Es war sehr interessant für mich und ich hoffe für all meine Leser ebenfalls!

Hier könnt ihr den Doreen Gehrke Verlag besuchen und euch selber ein Bild von der Arbeit der Autorin und Verlegerin machen.
Wenn es euch gefällt, dann dürft ihr hier gerne ein Like auf Facebook hinterlassen.

Eure Tintenhexe

[Rezension] Keine halben Küsse mehr – von Lorelei Mathias



Inhalt:
Amelie beschliesst, keine halben Sachen mehr im Leben zu machen und sich voll auf die Arbeit zu konzentrieren. Doof nur dass ihr Job gerade darin besteht, eine Speed-Dating-Agentur auszuprobieren und dass sie deswegen anstatt gar keinen Dates mindestens 20 an einem Abend hat. Doch schlussendlich findet man die Liebe sowieso dann und wo man sie überhaupt nicht erwartet. 

Meine Meinung:
Irgendwie kam mir das Buch schon auf den ersten Seiten so bekannt vor. Ich denke also irgendwie dass ich es schon einmal gelesen habe und es aus Versehen wieder auf den Stapel meiner ungelesenen Bücher gerutscht ist. Gibt allerdings Schlimmeres, denn das Buch hat mir gut gefallen und war witzig. Die Hauptperson ist ganz nett und auch gut zu verstehen, wenn auch zwischendurch echt bemitleidenswert. Ich war einmal mehr erstaunt wie sehr sich das Liebesleben der Eltern auf das eigene Liebesleben und Verhalten in dieser Beziehung auswirkt. Das Cover an sich ist ein wenig enttäuschend. Es stellt zwar „Halbe Sachen“ ganz nett dar, hat aber sonst weder mit der Protagonistin noch mit der Handlung wesentlich mehr zu tun. Würde mehr zu einer Konditorin passen oder so. Ob ich das Buch schon einmal gelesen habe habe ich bis zum Schluss nicht definitiv herausgefunden aber ich tendiere eher zu ja.

Empfehlung:
Ich würde dieses Buch vor allem Fans von leichter Literatur empfehlen. Es ist nicht allzu tiefgründig, geht aber witzig auf die Thematik „Dating“ ein. Frauen werden daran wohl eher Freude haben, vielleicht solche, die an ihrem Liebesleben gerade ein wenig verzweifeln oder versuchen, etwas in dieser Richtung zu erzwingen, werden sehen, dass es auch anders geht. Liebe passiert, man kann sie nicht erzwingen.

Highlight:
Das Highlight dieses Buches? Es ist ein Buch mit einer eher flachen Spannungskurve, doch das Highlight ist für mich als Romantikerin, dass die Protagonistin von einer Beziehungsscheuen Person zu einem in der Liebe mutigen Menschen wird und dabei sich selber und ihren Freunden trotzdem treu bleibt.

Die Autorin:
Lorelei Mathias, die Autorin dieses Buches hat mit „Keine halben Küsse mehr“ ihren Debütroman bei Goldmann herausgegeben. Sie hat denselben Job wie die Protagonistin und kennt London sowie Australien ziemlich gut, weshalb sie dieses Buch wohl auch mit Hintergrundinfos ausschmücken konnte. 

Links:

Das Bild ist Eigentum des Verlags.

Eure Tintenhexe

[Rezension] Die Kalorien-Königin – von Blanca Imboden


Inhalt:
Die Kalorienkönigin ist die Story einer Schweizerin, einer Journalistin, die gerne abnehmen will und zufällig angeboten bekommt, darüber noch eine Kolumne zu schreiben und damit Geld zu verdienen. Sie lebt in einer lustigen WG mit zwei speziellen Freundinnen, die allerdings beide sehr schlank sind. Doch der Wille zum Erreichen des Ziels ist da und dass sie damit so viele Frauen erreichen würde, hätte sich die Protagonistin niemals gedacht. Doch daneben folgen noch andere Probleme, Urlaub, Liebe und vieles mehr. 

Meine Meinung:
Ich fand das Buch eigentlich gut. Etwas seltsam war der Schauplatz Schweiz für mich als Schweizerin. Aber irgendwie auch cool, einmal etwas so Nahes zu lesen und dass die Autorin dafür gerade ihren eigenen Wohnort gewählt hat find ich noch besonders speziell. Was für mich seltsam war, war nach mehr als der Hälfte herauszufinden, dass die Hauptperson und damit die meisten anderen Leute im Buch ebenfalls um die 40 oder schon drüber sind. Dabei ging ziemlich viel von meiner Identifikation verloren, was ein wenig schade ist, aber recht machen kann man es nun einmal nicht allen Lesern und jeder Altersklasse. Ansonsten ist es witzig angegangen und zeigt, dass es auch anders geht als total verbissen sich ins Abnehmen zu stürzen. 

Empfehlung:
Empfehlen würde ich das Buch all denjenigen, die vielleicht auch mit ihrem Gewicht unzufrieden sind, in ihrem Leben etwas verändern wollen und den Leserinnen (und vielleicht auch Lesern) von humorvollen Frauenromanen. Sie werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

Highlight:
Das Highlight dieses Buches ist schnell gefunden. Ich mag den Schlankheitswahn nicht und war glücklich in dem Augenblick wo die Protagonistin herausgefunden hat, dass ihr Selbstbewusstsein nicht untrennbar mit der Zahl auf der Waage verknüpft ist.

Die Autorin:
Die Autorin ist wie schon erwähnt Schweizerin und hat mit „Die Kalorienkönigin“ ein Buch geschrieben, das in Ihrer Heimatgemeinde in der Region Zürich spielt. 

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